Neue Erkenntnisse zur Antibiotikaprophylaxe bei Operationen
Eine Studie unter der Leitung der Universität Luzern zeigt, dass bestimmte Antibiotika mit einem fast zweifach erhöhten Risiko für Wundinfektionen nach Operationen verbunden sind. Diese werden häufig bei einer vermuteten Allergie eingesetzt. Sogenannte Cephalosporin-Antibiotika auf Beta-Lactam-Basis, zu denen auch die Penicilline gehören, bilden bei den meisten chirurgischen Eingriffen den Standard zur Verhinderung von Wundinfektionen. Diese werden vor dem Eingriff verabreicht, um Bakterien zu bekämpfen, die während der Operation das operierte Gebiet kontaminieren. Die Auswahl des Antibiotikums richtet sich nach der Art der Operation, der lokalen Erreger- und Resistenzlage und den Risikofaktoren der Patientin oder des Patienten. Wird eine Allergie gegen diese Antibiotika vermutet, so kommen häufig Antibiotika auf Nicht-Beta-Lactam-Basis zum Einsatz.Institutionenübergreifendes Team Die Frage, ob der Einsatz von Nicht-Beta-Lactam-haltigen Antibiotika mit einem erhöhten Risiko für postoperative Wundinfektionen verbunden ist, behandelt eine Ende Oktober 2025 in der medizinischen Fachzeitschrift «JAMA Network…
