Kontaminierte Arktis: Bioakkumulation von Bisphenolen bis hin zu Eisbären
Bisphenole (BPs) finden breite Anwendung in Kunststoffen, Epoxidharzen und Flammschutzmitteln, wobei Bisphenol A (BPA) am häufigsten vorkommt. Zunehmende Hinweise belegen einen Zusammenhang zwischen BPA-Exposition und Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- und Entwicklungsstörungen, was die Industrie dazu veranlasst, es durch strukturell ähnliche Analoga wie Bisphenol S (BPS) und Bisphenol F (BPF) zu ersetzen. Die Toxizität und Persistenz dieser Ersatzstoffe in der Umwelt sind jedoch noch unzureichend erforscht, insbesondere in den fragilen Ökosystemen der Polarregionen. Obwohl der Ferntransport zahlreiche Schadstoffe in die Arktis gebracht hat, sind der Beitrag lokaler Verschmutzungsquellen und das Potenzial für eine trophische Biomagnifikation von BPs noch nicht eindeutig geklärt. Aufgrund dieser Unsicherheiten sind umfassende Untersuchungen zu Bisphenolquellen und deren Weitergabe in der Nahrungskette der Arktis dringend erforderlich. Forschende des Harbin Institute of Technology, der Norwegischen Universität für Lebenswissenschaften und ihrer internationalen Partner haben am 9. Oktober 2025 in der Fachzeitschrift „ Environmental Science…


