Philadelphia (Labnews Media LLC) – Ältere Menschen, die bei Wahlen ihre Stimme abgeben, weisen einem neuen US-Studie zufolge ein deutlich geringeres Sterberisiko auf – und zwar bis zu 15 Jahre lang. Der Effekt ist besonders ausgeprägt bei Personen mit schlechterem Gesundheitszustand.
Forschende der University of Pennsylvania und der Indiana University haben Teilnehmer der Wisconsin Longitudinal Study untersucht, die bei der Präsidentschaftswahl 2008 gewählt hatten oder nicht. Die Auswertung ergab, dass Wählerinnen und Wähler über fünf, zehn und 15 Jahre hinweg ein signifikant niedrigeres Mortalitätsrisiko hatten. Dieser Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn die bevorzugte Kandidatin oder der Kandidat die Wahl verloren hatte. Weder Vermögen, Bildungsstand, andere Formen bürgerschaftlichen Engagements noch die politische Ausrichtung konnten den Befund erklären. Ebenso spielte es keine Rolle, ob die Stimme vor Ort oder per Brief abgegeben wurde.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bereits die Teilnahme am Wahlakt – unabhängig vom Wahlausgang – einen eigenständigen gesundheitlichen Nutzen haben könnte. Die Studie unterstreicht damit die Bedeutung der Stimmabgabe auch aus gesundheitspolitischer Sicht.
Die Arbeit wurde in der Fachzeitschrift The Journals of Gerontology Series B veröffentlicht.
DOI: 10.1093/geronb/gbag034

