North Chicago / Glasgow (Labnews Media LLC) – BLR Bio hat auf der Jahrestagung der British Society of Rheumatology neue präklinische Daten zu seinem experimentellen Wirkstoff BLR-200 bei systemischer Sklerose (Sklerodermie) vorgestellt. Im bleomycin-induzierten Mausmodell konnte das Medikament eine spezifische Population profibrotischer Fibroblasten (engrailed-1 und COL8A1 exprimierend) vollständig eliminieren und damit Hautverdickung sowie Gewebefibrose deutlich reduzieren.
Der Wirkstoff unterbricht zentrale Signalwege der Fibrose und moduliert die Kernverlagerung des Proteins YAP – einen wichtigen Mechanismus bei fibro-inflammatorischen Erkrankungen. Darüber hinaus lieferten die Forscher Hinweise, dass bestimmte CCN-Proteine als mögliche Biomarker für verschiedene Krankheitsstadien dienen könnten.
Systemische Sklerose ist eine seltene, chronische Autoimmunerkrankung, die durch fortschreitende Fibrose und Gefäßveränderungen gekennzeichnet ist und vor allem Haut, Gelenke sowie innere Organe wie Lunge, Herz und Nieren betrifft. Die Erkrankung trifft überwiegend Frauen und führt häufig zu erheblichen Beeinträchtigungen. Derzeit gibt es keine zugelassenen Therapien speziell für die Hautmanifestationen.
BLR Bio ist ein Unternehmen im Helix 51 Incubator der Rosalind Franklin University of Medicine and Science. Die präklinischen Daten stammen aus Kooperationen mit Forschern der University of Saskatchewan, des University College London, der University of Michigan und dem Mario Negri Institute.
Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von BLR-200 als neuartigen Therapieansatz gegen fibrotische Erkrankungen.
