Berlin (Labnews Media LLC) – Anlässlich des Deutschen Ärztetags hat Jan Wolter, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), die geplante Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharf kritisiert.
Wolter warf der Reform vor, die zentrale Rolle der Labormedizin in der modernen Diagnostik und Versorgung unzureichend zu berücksichtigen. Insbesondere die geplanten Einsparungen und strukturellen Veränderungen könnten die Versorgungssicherheit und die Qualität der labormedizinischen Diagnostik gefährden. Die Labormedizin sei ein unverzichtbarer Bestandteil der patientennahen Versorgung und trage maßgeblich zur Effizienz und Kostenkontrolle im Gesundheitssystem bei.
Der DGKL-Vorstand forderte eine stärkere Einbeziehung der Fachgesellschaften bei der Ausgestaltung der Reform. Die Labormedizin dürfe nicht als reiner Kostenfaktor betrachtet werden, sondern müsse als zentraler Baustein für eine moderne, präzise und patientenzentrierte Medizin anerkannt werden.
Die Kritik wurde im Rahmen des Deutschen Ärztetags geäußert, auf dem auch Fragen der ambulanten und stationären Versorgung sowie der Digitalisierung im Gesundheitswesen im Mittelpunkt stehen. Die DGKL setzt sich dafür ein, dass die labormedizinische Diagnostik bei künftigen Reformen angemessen berücksichtigt wird, um eine hochwertige und nachhaltige Patientenversorgung sicherzustellen.


