Dresden (Labnews Media LLC) – Die Technische Universität Dresden (TUD) hat einen doppelten Erfolg bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erzielt. Der Bewilligungsausschuss der DFG hat in seiner Sitzung am 13. Mai 2026 die Fortsetzung zweier Sonderforschungsbereiche/Transregios mit maßgeblicher Beteiligung der TUD beschlossen.
Der Sonderforschungsbereich/Transregio 237 „Nucleic Acid Immunity“ geht in seine dritte Förderperiode. Der Verbund, an dem die Medizinische Fakultät der TUD, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn beteiligt sind, wird mit insgesamt 14,6 Millionen Euro gefördert, davon rund 4,1 Millionen Euro für den Dresdner Standort. Sprecherin der dritten Förderperiode ist Prof. Min Ae Lee-Kirsch von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der TUD.
Der SFB/TRR 237 untersucht die Mechanismen der Erkennung von Nukleinsäuren (DNA und RNA) durch das Immunsystem und deren Bedeutung für Infektions-, Entzündungs- und Tumorerkrankungen. Ziel ist es, neue Ansätze für Diagnostik und Therapie zu entwickeln.
Der Sonderforschungsbereich/Transregio 339 „Digital Twin Road – Physical-informational Representation of the Future Road System“ startet in seine zweite Förderperiode. Der Verbund wird gemeinsam von der TUD und der RWTH Aachen University getragen. Er erforscht die Grundlagen einer intelligenten, nachhaltigen und digital vernetzten Straßeninfrastruktur. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines „Digital Twin Road“ – eines umfassenden digitalen Abbilds des Straßensystems aus Fahrzeug, Reifen, Fahrbahn und Verkehrsraum.
In der zweiten Förderphase sollen die in der ersten Phase entwickelten Teilmodelle über standardisierte Schnittstellen zu einem ganzheitlichen digitalen Zwilling zusammengeführt werden. Langfristig soll dies eine intelligente Verkehrssteuerung, nachhaltige Infrastrukturentwicklung und Unterstützung für automatisiertes Fahren ermöglichen. Sprecher des TRR 339 ist Prof. Dr.-Ing. Michael Kaliske von der TUD.
Sonderforschungsbereiche der DFG ermöglichen die Bearbeitung innovativer, langfristig angelegter Forschungsvorhaben im Verbund und dienen der Schwerpunkt- und Strukturbildung an den beteiligten Hochschulen. Sie werden maximal zwölf Jahre gefördert.
Die erfolgreiche Weiterförderung beider Transregios unterstreicht die starke Position der TU Dresden in der interdisziplinären und international sichtbaren Forschung.
