Medizinisches Personal: Wie Politik und Klinikketten eine systemische Krise verursachen
Der Fachkräftemangel in der deutschen Medizin hat 2025 eine brandgefährliche Dimension erreicht. Laut aktuellen Zahlen der Deutschen Krankenhausgesellschaft fehlen allein im stationären Bereich über 100.000 Pflegekräfte und rund 20.000 Ärztinnen und Ärzte. Diese Zahl ist nicht etwa Folge eines spontanen Trends, sondern das Resultat jahrzehntelanger Fehlentwicklungen, für die vor allem Politik und wirtschaftliche Interessen der Klinikketten verantwortlich sind. In vielen Regionen der Bundesrepublik können Kliniken geplante Operationen und selbst Notfallbehandlungen nicht mehr gewährleisten; Patienten werden abgewiesen, Wartelisten verlängern sich auf Wochen, teilweise sogar Monate. Besonders alarmierend: In etlichen Häusern stehen bereits 13% der Krankenhausbetten leer, nicht weil diese nicht gebraucht würden, sondern weil das Personal fehlt, um sie zu betreiben[1][2][3][4]. Die Ursachen dieses Personalmangels sind vielfältig, doch im Kern ist er politisch und wirtschaftlich bedingt. Seit die Einführung der sogenannten DRG-Fallpauschalen im Jahr 2003 die Finanzierung der Krankenhäuser grundlegend veränderte,…


