LMU München: Modifizierte CAR-T-Zellen überwinden Immunsuppression bei soliden Tumoren
Ein Forschungsteam unter Leitung von Professor Sebastian Kobold am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat eine Methode entwickelt, mit der CAR-T-Zellen solide Tumore effektiver angreifen können. Durch genetische Modifikation werden die Zellen resistent gegen die immunsuppressive Wirkung von Prostaglandin E2 (PGE2) im Tumormikromilieu gemacht. CAR-T-Zelltherapien, bei denen T-Zellen des Patienten gentechnisch mit einem chimären Antigenrezeptor (CAR) ausgestattet werden, haben bei bestimmten Blutkrebsarten wie Leukämien und Lymphomen oft gute Erfolge gezeigt. Bei soliden Tumoren wie Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata- oder Lungenkrebs blieben sie bisher weitgehend wirkungslos. Ein Grund dafür ist, dass Tumore Mechanismen entwickeln, die T-Zellen blockieren. Bereits 2024 hatte Kobolds Team gezeigt, dass PGE2 – ein Metabolit im Tumormikromilieu – an spezielle Rezeptoren auf T-Zellen bindet und deren Funktion unterdrückt. In der nun veröffentlichten Studie modifizierten die Forscher CAR-T-Zellen so, dass diese Rezeptoren nicht mehr exprimiert werden. Dadurch kann PGE2 nicht…

