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Lausitz setzt auf GreenPharming

Forschung und Gesellschaft stehen vor der Aufgabe, ressourcenschonende Lösungen für die Herstellung von biologischen Arzneimitteln zu finden. Das so genannte „GreenPharming“ bezeichnet die pflanzenbasierte Produktion von Wirkstoffen für die Arzneimittelproduktion. Es kommt nun im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes in der Lausitz erstmals zum Einsatz. Ziel ist es, die Arzneimittelproduktion ressourcenschonender und damit zukünftig nachhaltiger und so umweltfreundlicher zu gestalten. Gelingen soll dies mit biogenen, also auf pflanzlicher Basis hergestellten Grundstoffen. Das GreenPharming ist Teil einer visionären Strategie zur Bewältigung zahlreicher aktueller Herausforderungen. In der Lausitz werden zunächst Tabakpflanzen, die Nicotiana benthamiana, angebaut. Sie werden nach der Ernte im Rahmen einer vollständig integrierten Kreislaufwirtschaft und unter Einsatz erneuerbarer Energien klimaneutral zu Arzneimitteln verarbeitet. Ein weiterer Fokus des Projekts liegt auf der Produktion therapeutischer Antikörper. Hierfür sollen die Tabakpflanzen unter realistischen Laborbedingungen über Biosynthese Wirkstoffproteine herstellen. Im Vergleich zu herkömmlichen Methoden, wie… 

Ausländische Investoren übernehmen deutsche Labordiagnostik-Industrie

Der deutsche Labordiagnostikmarkt hat in den letzten Jahren einen deutlichen Wandel erlebt, wobei ausländische Investoren zunehmend Interesse an deutschen Unternehmen in diesem Sektor zeigen. Dieser Trend spiegelt die fortschreitende Internationalisierung und Konsolidierung der Branche wider. Bedeutende Übernahmen durch ausländische Investoren Eines der prominentesten Beispiele ist Synlab, Europas größte Laborkette. Der britische Finanzinvestor Cinven hält etwa 43 Prozent der Anteile an diesem Unternehmen[2]. Synlab hat sich durch zahlreiche Übernahmen zu einem führenden Akteur im europäischen Labormarkt entwickelt und verzeichnete zwischen 2010 und 2013 ein deutliches Wachstum sowohl beim Umsatz als auch bei der Beschäftigtenzahl[5]. Ein weiteres bedeutendes Unternehmen im Fokus ausländischer Investoren ist Amedes, einer der größten Laborbetreiber in Deutschland. Amedes befindet sich im Besitz eines internationalen Konsortiums, bestehend aus der kanadischen Omers Infrastructure, der US-Investmentbank Goldman Sachs und dem französischen Versicherer Axa[2]. Zuvor war Amedes sechs Jahre lang im Besitz… 

Generative KI schreibt Liebesbriefe

Eine Umfrage der Telekom bringt es ans Licht: Amor hat ausgedient. In Zukunft schreiben Menschen ihre Liebesbriefe nicht mehr selbst, sondern überlassen es der Künstlichen Intelligenz (KI), Liebesbotschaften zu verfassen. In Frankreich, den USA und in Polen würden über 40 Prozent der Befragten Tools wie ChatGPT, Gemini und Co. beim Texten von Liebesbriefen zu Rate ziehen. Und auch in Deutschland sind es immerhin 35 Prozent, die eine solche generative KI dafür nutzen würden. Das fand YouGov im Auftrag der Deutschen Telekom heraus. Menschen in zwölf europäischen Ländern* (von Deutschland über Polen, bis nach Schweden und Großbritannien, von Griechenland bis Frankreich) und den USA wurde auf den Zahn gefühlt: Wofür würden digitale Assistenten, die auf KI basieren, genutzt. Geschätzte Helfer im Alltag Digitale Assistenten entwickeln sich zu geschätzten Helfern im Alltag. Die Unterstützung bei ganz praktischen Problemen und der Organisation des… 

Forschungszentrum ScaDS.AI:  All-Hands-Meeting der KI-Community in Dresden

Am 7. und 8. Oktober 2024 veranstaltet das nationale KI-Kompetenzzentrum ScaDS.AI Dresden/Leipzig das diesjährige All-Hands-Meeting der KI-Community in Deutschland im OSTRA-DOME und den OSTRA-STUDIOS in Dresden. Die Veranstaltung bringt Forschende aus den KI-Forschungs- und Servicezentren, KI-Projekten und KI-Nachwuchsgruppen, die im Rahmen der KI-Strategie der Bundesregierung gefördert werden, weitere Akteure wichtiger nationaler und europäischer KI-Projekte sowie Vertreter:innen aus Politik und Medien zusammen, um aktuelle Entwicklungen und Aktivitäten vorzustellen. Neben der Präsentation von Forschungs- und Serviceaktivitäten dient das All-Hands-Meeting der KI-Community in Deutschland insbesondere der Anbahnung und Stärkung von Kooperationen. Nach Grußworten von Prof.in Ursula Staudinger (Rektorin der TU Dresden), Prof. Thomas Popp (Staatssekretär für Digitale Verwaltung und Verwaltungsmodernisierung, Sächsische Staatskanzlei) und Dr. Roland Philippi (Staatssekretär, Bundesministerium für Bildung und Forschung) präsentieren die KI-Kompetenzzentren aktuelle Highlights aus der KI-Forschung. Im Rahmen einer Poster Session werden darüber hinaus Projekte von Doktorand:innen vorgestellt, virtuelle… 

Abnehmmittel: Wirkung, Unterschiede, Risiken

Sie sind en Vogue und versprechen purzelnde Kilos. Doch gibt es Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen verschiedenen Abnehmmitteln? Und wie wirken die Präparate? Aktuelle Studien und Forschungsergebnissen belegen, dass es tatsächlich Unterschiede in der Wirksamkeit zwischen verschiedenen Abnehmmitteln gibt. Tirzepatid (Mounjaro) scheint derzeit die stärkste Wirkung beim Gewichtsverlust zu zeigen. In Studien führte es zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von über 20% des Körpergewichts[1][2]. Semaglutid (Wegovy, Ozempic) zeigt ebenfalls eine hohe Wirksamkeit mit einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 15% in klinischen Studien[1]. Orlistat, ein älteres Medikament, führt zu einem deutlich geringeren Gewichtsverlust von etwa 3-4 kg im Vergleich zu Placebo[3]. Wirkungsmechanismen Tirzepatid und Semaglutid gehören zur Gruppe der GLP-1-Rezeptoragonisten. Sie ahmen die Wirkung des körpereigenen Hormons GLP-1 nach, unterdrücken den Appetit und verlangsamen die Magenentleerung[2][4]. Orlistat hingegen hemmt die Fettaufnahme im Darm und wirkt somit über einen anderen Mechanismus[3]. Nebenwirkungen und Langzeitwirkung… 

Abnehmmittel als Billionenmarkt

Der Kampf gegen Übergewicht hat sich zu einem der lukrativsten Märkte für die Pharmaindustrie entwickelt. Weltweit leiden rund zwei Milliarden Erwachsene an Übergewicht, davon etwa 650 Millionen an Adipositas. Angesichts dieser Zahlen und der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Nierenprobleme, wetteifern Pharmaunternehmen um die Entwicklung wirksamer Abnehmmittel[5]. An der Spitze dieses Wettbewerbs stehen derzeit die dänische Novo Nordisk und das US-Unternehmen Eli Lilly. Novo Nordisk hat mit seinem Medikament Wegovy, das den Wirkstoff Semaglutid enthält, beeindruckende Ergebnisse erzielt. In klinischen Studien führte Wegovy zu einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 15 Prozent[6]. Das Medikament soll Ende Juli 2024 in Deutschland eingeführt werden, ist jedoch nur für Menschen mit starkem Übergewicht zugelassen[8]. Eli Lilly kontert mit seinem Präparat Mounjaro, das den Wirkstoff Tirzepatid enthält. In Studien zeigte Mounjaro sogar noch stärkere Effekte: Probanden mit einem Gewicht von über 100 Kilogramm… 

Abbott: Life Sciences Turbo in 2024

Für Abbott startete 2024 mit dem Heart Mate 3 Fiasko (wir berichteten), aber die Aussichten im Life Sciences Bereich stehen gut. LabNews hat die wichtigsten Produkte und Perspektiven zusammengestellt. Produktinnovationen Abbott hat kürzlich mehrere innovative Produkte auf den Markt gebracht: PROTALITY Produktlinie Abbott lancierte die neue Marke PROTALITY, die sich an Erwachsene richtet, die Gewicht verlieren möchten[2]. Der erste Artikel dieser Linie ist ein proteinreicher Ernährungsshake, der Menschen dabei unterstützen soll, während einer Gewichtsabnahme ausreichend Proteine und andere essenzielle Nährstoffe zu sich zu nehmen, um die Muskelmasse zu erhalten[2]. AVEIR DR System Das AVEIR DR System, der weltweit erste von der FDA zugelassene zweitkammerige schrittlose Herzschrittmacher, wurde als „Best of Innovation“ in der Kategorie Digital Health bei den CES Innovation Awards 2024 ausgezeichnet[4]. Dieses System eröffnet neue Möglichkeiten für Patienten, die eine schrittlose Stimulation in zwei Herzkammern benötigen[4]. Eterna Rückenmarkstimulationssystem… 

Marburg, Ebola, Anthrax: BSL-4 Labore als Risiko

Spätestens nach dem Marbus-Virus Verdacht in Hamburg ist eine Frage legitim: Welche Sicherheitslücken gibt es speziell in BSL-4-Laboren? Die Antwort darauf fällt ernüchternd aus. Denn obwohl BSL-4-Labore die höchsten Sicherheitsstandards aufweisen, gibt es dennoch einige potenzielle Sicherheitslücken, die berücksichtigt werden müssen: Menschliches Versagen Der Faktor Mensch stellt eine der größten Sicherheitsrisiken dar: – Schätzungen zufolge werden 67-80% der Vorfälle in Hochsicherheitslaboren durch menschliche Fehler verursacht[3].– Unachtsamkeit, Regelverstöße oder Unfälle können trotz strenger Protokolle vorkommen[1].– Mangelnde Schulung oder Erfahrung des Personals kann zu Fehlern führen[2]. Technische Mängel Auch die hochentwickelte Technik kann versagen: – Defekte oder Störungen an Filtersystemen, Druckregulierungen oder anderen Sicherheitseinrichtungen sind möglich[1].– Unvollständige Dekontamination von Materialien oder Proben kann zu Kontaminationen führen[2]. Insider-Bedrohung Ein ernsthaftes Risiko stellen Mitarbeiter mit böswilligen Absichten dar: – Absichtliche Umgehung von Sicherheitsmaßnahmen oder Entwendung von Erregern ist möglich[1].– Der Fall des Mikrobiologen Bruce… 

Bioterrorismus: Marburg-Virus als Waffe

Das Marburg-Virus stellt aufgrund seiner hohen Letalität und des Fehlens spezifischer Behandlungsmöglichkeiten ein potenzielles Risiko für bioterroristische Zwecke dar. Wir publizieren ein wissenschaftliches Szenario mit relevanten Daten und Fakten: Eigenschaften des Marburg-Virus Das Marburg-Virus gehört zur Familie der Filoviridae und verursacht ein schweres hämorrhagisches Fieber[1]. Wichtige Eigenschaften sind: – Hohe Letalitätsrate von 24-88%, je nach […] Bioterrorismus: Marburg-Virus als Waffe

Veritas Genetic beteiligt sich an einer bahnbrechenden Studie

Veritas Genetics hat in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Biomedizin und Prävention an der Universität Rom Tor Vergata und dem Universitätskrankenhaus Tor Vergata die Ergebnisse einer innovativen Pilotstudie veröffentlicht, die die Bedeutung von polygenen Risikoscores (PRS) bei der Identifizierung und Behandlung von Frauen mit einem hohen Brustkrebsrisiko zeigt. Diese bahnbrechende Studie wurde von Professor Giuseppe Novelli von der Universität Tor Vergata in Zusammenarbeit mit wichtigen Mitgliedern des medizinisch-wissenschaftlichen Teams von Veritas (Dr. Vincenzo Cirigliano, Dr. Luis Izquierdo, Giuliana Longo und Bibiana Palao) geleitet. Luis Izquierdo, Giuliana Longo und Bibiana Palao) deutet darauf hin, dass PRS in Verbindung mit der Bewertung bekannter pathogener Varianten eine genauere Risikobewertung sowohl für Träger als auch Nicht-Träger von Mutationen in Genen wie BRCA1, BRCA2, PALB2 und ATM ermöglichen kann. Die Studie, die im Journal of Personalized Medicine veröffentlicht wurde, untersuchte Frauen mit einer familiären Vorgeschichte…