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Demenztherapie: Nicht-medikamentöse Ansätze erhalten Selbstständigkeit

Die Therapie von Demenz wird häufig auf die Verordnung von Medikamenten reduziert. Dabei können nicht-medikamentöse Maßnahmen wie regelmäßige Bewegung, gezielte kognitive Aktivierung, Ergotherapie oder Musiktherapie einen wesentlichen Beitrag leisten. Sie stabilisieren kognitive Fähigkeiten, fördern Alltagskompetenzen und lindern Begleitsymptome wie Unruhe, Apathie oder depressive Verstimmungen – oft mit nachhaltiger Wirkung auf die Lebensqualität von Betroffenen und ihren Angehörigen. „Nicht-medikamentöse Therapien setzen an den vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen an“, betont Dr. Anne Pfitzer-Bilsing, Leiterin Wissenschaft bei der Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI). „Richtig angeleitet und regelmäßig durchgeführt, helfen sie, Selbstständigkeit länger zu erhalten und das Wohlbefinden zu verbessern.“ Die AFI informiert Betroffene und Angehörige darüber, welche Ansätze wissenschaftlich untersucht sind und worauf bei der Auswahl geachtet werden sollte. Bewegung als eine der besten evidenzbasierten MaßnahmenKörperliche Aktivität zählt zu den am besten belegten nicht-medikamentösen Interventionen. Dazu gehören zügiges Gehen, Radfahren, Gymnastik,… 

Bluttest sagt Beginn von Alzheimer-Symptomen voraus

Ein Bluttest auf das Protein p-tau217 kann vorhersagen, wann bei Menschen mit Alzheimer-typischen Veränderungen im Gehirn erste Symptome auftreten. Ein US-Forschungsteam hat einen sogenannten Alzheimer-„Clock“ entwickelt, der das Alter des ersten Anstiegs von p-tau217 mit dem Beginn der Erkrankung in Verbindung bringt. Das Modell basiert auf wiederholten Blutuntersuchungen von 603 älteren Personen. Es prognostiziert das Alter, in dem erhöhte p-tau217-Werte erstmals auftreten, mit einer mittleren Abweichung von drei bis vier Jahren zum tatsächlichen Symptombeginn. Je älter die Betroffenen sind, desto kürzer ist der Zeitraum bis zum Ausbruch: Bei einem Anstieg im Alter von 60 Jahren vergehen etwa 20 Jahre, bei einem Anstieg mit 80 Jahren nur noch etwa elf Jahre. Die Ergebnisse wurden am 19. Februar 2026 in der Fachzeitschrift Nature Medicine veröffentlicht. Die Forscher um Suzanne Schindler von der Washington University in St. Louis sehen darin einen Fortschritt für… 

G-BA sieht keinen Zusatznutzen bei Leqembi – AFI kritisiert Methodik

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat für das Alzheimer-Medikament Leqembi (Lecanemab) keinen belegten Zusatznutzen gegenüber der bisherigen Standardtherapie festgestellt. Die Entscheidung vom Februar 2026 basiert auf der Nutzenbewertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) aus Dezember 2025. Sie bildet die Grundlage für die anstehenden Preisverhandlungen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und Hersteller Eisai, die innerhalb von sechs Monaten zu einem bundesweit geltenden Erstattungsbetrag führen sollen. Leqembi ist das erste in der EU zugelassene monoklonale Antikörper-Präparat gegen die frühe Alzheimer-Erkrankung. Es richtet sich ausschließlich an Patienten mit nachgewiesener Amyloid-Pathologie im Stadium leichter kognitiver Beeinträchtigung (MCI) oder beginnender Demenz. Die Zulassung erfolgte auf Basis der Phase-3-Studie CLARITY AD, die eine moderate Verlangsamung des kognitiven Abbaus um etwa 27 Prozent zeigte. Das Medikament heilt die Erkrankung nicht, sondern zielt darauf ab, den geistigen Verfall zu bremsen und Selbstständigkeit länger zu erhalten. In Deutschland… 

Blutmarker erkennen erbliche Alzheimer-Krankheit

Bei Menschen mit einer genetischen Veranlagung für Alzheimer zeigen sich bereits elf Jahre vor dem erwarteten Auftreten von Demenzsymptomen veränderte Blutwerte, die auf geschädigte Nervenzellkontakte hinweisen. Dies zeigt sich im Spiegel des Proteins „Beta-Synuclein“. Ein internationales Team, darunter Forschende des DZNE, des Universitätsklinikums Ulm und der Universitätsmedizin Halle, berichtet darüber im Fachjournal „ Alzheimer’s & Dementia “. Der untersuchte Biomarker könnte möglicherweise dazu beitragen, Neurodegeneration frühzeitig zu erkennen und so einen geeigneten Zeitpunkt für den Beginn einer Behandlung festzulegen. Derzeit stehen neue Medikamente zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit , der häufigsten Demenzform, zur Verfügung. Diese sogenannten Amyloid-Antikörper lösen den Abbau winziger Ablagerungen im Gehirn aus und können so den Krankheitsverlauf verzögern. Voraussetzung ist jedoch eine Behandlung im Frühstadium der Erkrankung. „Eine frühzeitige Diagnose wird daher immer wichtiger. Derzeit wird Alzheimer jedoch meist erst sehr spät diagnostiziert. Wir brauchen daher Fortschritte in der Diagnostik. Sonst können… 

Blutwerte der Demenz: Ein Überblick

Die Forschung macht bedeutende Fortschritte bei der Früherkennung von Demenz durch Blutuntersuchungen. Hier sind die wichtigsten Entwicklungen: Beta-Synuclein als vielversprechender Biomarker Wissenschaftler haben das Protein Beta-Synuclein im Blut als wichtigen Indikator für eine beginnende Alzheimer-Erkrankung identifiziert. Dieses Protein steigt bereits im Frühstadium der Erkrankung an und könnte Nervenschädigungen etwa zehn Jahre vor dem Auftreten erster Symptome anzeigen[1]. Die Methode wurde in Studien mit 374 Patienten getestet und zeigte eine deutliche Korrelation zwischen Beta-Synuclein-Konzentration und strukturellen Veränderungen im Gehirn[2]. MicroRNAs als molekularer Fingerabdruck Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam entwickelte einen Test basierend auf MicroRNAs im Blut. Etwa 20 spezifische MicroRNAs bilden dabei einen molekularen Fingerabdruck, der mittels künstlicher Intelligenz ausgewertet wird. Diese Methode ermöglicht die Identifikation von Menschen mit Alzheimer-Demenz sowie von Personen mit erhöhtem Demenzrisiko[4]. Protein-Biomarker für Langzeitprognose Wissenschaftler identifizierten vier entscheidende Proteine im Blut: – GFAP (zeigt Gehirnentzündungen an)– NEFL (verbunden… 

B1 Pill for Alzheimer Disease

A completely different approach to stopping the progression of Alzheimer’s disease pioneered by a research institute based in Westchester County, NY is now being tested nationwide. The Burke Neurological Institute (BNI), an affiliation of Weill Cornell Medicine, in partnership with the Alzheimer’s Disease Cooperative Study (ADCS) at University of California San Diego and Columbia University Irving Medical Center, have launched a national clinical trial to investigate the therapeutic potential of a BNI and Weill Cornell Medicine-developed form of benfotiamine, a synthetic version of vitamin B1 (thiamine), as a treatment for mild cognitive impairment (MCI) and early Alzheimer’s disease (AD). The BenfoTeam trial (The Phase 2A-2B study) taking place at 50 sites across the U.S. will evaluate the effects of benfotiamine on cognitive function and whether high doses benefit people 50-89 with mild AD and MCI. The trial is funded by… 

Fischöl gegen Alzheimer

Eine klinische Studie an der Oregon Health & Science University legt nahe, dass eine Untergruppe älterer Erwachsener mit einer genetischen Veranlagung zur Alzheimer-Krankheit von der Einnahme von Fischölergänzungsmitteln profitieren könnte. Die Studie wurde heute im Fachjournal JAMA Network Open veröffentlicht . Die Ergebnisse kommen inmitten von Behauptungen, dass Fischölpräparate die Gehirnfunktion bei Menschen mit Gedächtnisproblemen verbessern können. Die Studie ergab keinen statistisch signifikanten Nutzen für alle älteren Erwachsenen im Allgemeinen. Unter den an der Studie teilnehmenden Personen, die auch ein mit der Alzheimer-Krankheit verbundenes Gen tragen, zeigte sich jedoch eine Verringerung des Abbaus von Nervenzellen im Gehirn. Der leitende Co-Autor der Studie von der OHSU wies darauf hin, dass Fischöl für Menschen mit dem APOE4 -Gen sinnvoll sein könnte, das auf ein höheres Risiko für die Entwicklung von Alzheimer hinweist, aber nicht unbedingt für alle älteren Erwachsenen. An der Studie… 

Leqembi approved for the treatment of Alzheimer’s disease

BioArctic AB’s (publ) (NASDAQ Stockholm: BIOA B) partner Eisai announced today that the Department of Health in Hong Kong has approved Leqembi® (brand name in Hong Kong: „???®“, generic name: lecanemab) for treatment of Alzheimer’s disease (AD). Treatment with Leqembi should be initiated in patients with mild cognitive impairment (MCI) or mild dementia stage of disease, the population in which treatment was initiated in clinical trials. Hong Kong is the fifth approval following the US, Japan, China and South Korea. Leqembi’s approval in Hong Kong is based on the large global Phase 3 Clarity AD study. In the Clarity AD study, Leqembi met its primary endpoint and all key secondary endpoints with statistically significant results.[1] In Hong Kong, 9.3% of people aged 70 years and older are living with dementia, and 32% of those aged 85 years and older, of…