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Hantavirus: Fakten statt Panik

Meldungen über drei Todesfälle im Zusammenhang mit einem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff „MV Hondius“ im Atlantik haben weltweit Aufmerksamkeit erregt. In Deutschland ist die Erkrankung jedoch seit Jahren bekannt und in der Regel gut beherrschbar. Schwere Verläufe sind selten, eine Übertragung von Mensch zu Mensch findet bei den hier vorkommenden Virustypen nicht statt. Das Robert Koch-Institut (RKI) betont: Das Risiko lässt sich durch einfache Vorsichtsmaßnahmen deutlich senken. Hantaviren gehören zur Familie der Bunyaviridae und werden weltweit von Nagetieren wie Mäusen und Ratten übertragen. Die Tiere selbst erkranken nicht, scheiden die Viren aber lebenslang über Speichel, Urin und Kot aus. In Deutschland und Mitteleuropa sind vor allem zwei Typen relevant: das Puumala-Virus (übertragen durch Rötelmäuse) und das Dobrava-Belgrad-Virus (vor allem Kurkino-Variante, übertragen durch Brandmäuse). Beide verursachen das hämorrhagische Fieber mit renalem Syndrom (HFRS), oft in der milden Form der Nephropathia epidemica.…