Vitamin B2 (Riboflavin) und Krebsrisiko: Eine evidenzbasierte Übersicht
Vitamin B2, auch Riboflavin genannt, ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das als Cofaktor in Form von FMN und FAD an zahlreichen Redox-Reaktionen beteiligt ist. Es unterstützt den Energiestoffwechsel, die DNA-Reparatur und den Schutz von Schleimhäuten. Riboflavin wird primär über Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Eier, Fleisch, grünes Gemüse und Vollkornprodukte aufgenommen. Die empfohlene tägliche Zufuhr liegt bei Erwachsenen bei etwa 1,1–1,3 mg. Es gibt keine Evidenz, dass Riboflavin in normalen oder moderat erhöhten Mengen Krebs verursacht. Stattdessen zeigen Beobachtungsstudien und Meta-Analysen überwiegend einen schützenden oder neutralen Effekt bei ausreichender Zufuhr, während Defizite das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen könnten. Bei sehr hohen Konzentrationen oder in spezifischen Kontexten (z. B. Serumspiegel) gibt es jedoch widersprüchliche Befunde zu einem potenziell fördernden Effekt. Schützende Effekte bei ausreichender oder moderater ZufuhrMehrere Meta-Analysen und Kohortenstudien deuten darauf hin, dass eine höhere Riboflavin-Zufuhr das Risiko für Kolorektalkrebs (CRC) senkt.…
