Drohende Arzneimittelkrise in Deutschland: Engpässe belasten das Gesundheitssystem
Die Versorgung mit Arzneimitteln in Deutschland steht vor einer esklierenden Krise. Hunderte Medikamente sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt verfügbar, was Apotheken, Ärzte und Patienten vor ernsthafte Herausforderungen stellt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verzeichnet im September 2025 rund 483 Lieferengpässe bei Humanarzneimitteln, darunter essenzielle Präparate wie Antibiotika, Blutdrucksenker und Krebsmedikamente. Experten warnen, dass die Situation sich im Herbst und Winter durch steigende Infektionsraten verschärfen könnte, da die Produktionskapazitäten nicht ausreichen, um saisonale Nachfragespitzen zu bewältigen. Die Knappheit betrifft vor allem Generika, die etwa 80 Prozent des täglichen Arzneimittelbedarfs in Deutschland ausmachen. Zu den am häufigsten genannten Engpässen zählen Antibiotika für Erwachsene und Kinder, Cholesterinsenker, Diabetesmedikamente und Psychopharmaka wie Antidepressiva. Im August 2025 meldete die Gelbe Liste über 550 betroffene Präparate, darunter Ribavirin-Tabletten, Pramipexol-Retardtabletten und Duloxetin-Kapseln. Besonders alarmierend ist die Lage bei Antibiotika, wo der Großteil der Wirkstoffe…
