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DBS wirkt bei Parkinson über gezielte Umgestaltung des SPARK-Schaltkreises

Tiefe Hirnstimulation (DBS) lindert Parkinson-Symptome, indem sie den sogenannten SPARK-Schaltkreis gezielt umgestaltet. Das hat ein chinesisches Forschungsteam um Prof. Hesheng Liu in Nature Neuroscience nachgewiesen. Die Studie baut auf einer im Februar 2026 in Nature veröffentlichten Arbeit auf, die den SPARK-Schaltkreis (SCAN-Parkinson’s) als zentralen cortico-subcorticalen Netzwerk bei Parkinson identifiziert hatte. Mit dem weltweit größten longitudinalen DBS-fMRT-Datensatz (über 200 Stunden Bilddaten von 14 Patienten) zeigten die Forscher, dass DBS die abnorme Konnektivität in diesem Schaltkreis langfristig normalisiert. Damit ist der SPARK-Schaltkreis nicht nur Ursprung der Erkrankung, sondern auch das entscheidende Ziel der Neuromodulation. Die Ergebnisse legen nahe, dass nicht-invasive Stimulationsverfahren denselben biologischen Mechanismus nutzen können wie die chirurgische DBS. Galaxy Brain Scientific hat mit seiner Personalized Brain Functional Sectors (pBFS)-Technologie bereits ein individualisiertes nicht-invasives Stimulationssystem entwickelt. Klinische Tests ergaben mehr als doppelt so gute Wirkungen wie bei herkömmlichen Zielpunkten. Das Unternehmen… 

INTERVIEW: Mikroplastik-Nachweis zwischen Anspruch und Realität

Mikroplastik findet sich mittlerweile überall, aber der Nachweis der winzigen Kunststoffteilchen ist immer noch eine Herausforderung. Auf der analytica, die vom 24. bis 27. März 2026 ihre Tore in München öffnet, suchen Wissenschaftler, Gerätehersteller und Anwender gemeinsam nach Lösungen. Ein Gespräch mit Prof. Dr. Stephan Wagner, Professor für Umweltanalytik an der Hochschule Fresenius in Idstein und Leiter einer analytica conference Session zur Kunststoffanalytik. Herr Professor Wagner, wie ausgereift ist die Analytik von Mikroplastik? Mit den entsprechenden Referenzmaterialien funktioniert das in Trinkwasser ganz gut, wobei geringe Konzentrationen durchaus eine Herausforderung sind. Im Abwasser ist es schon schwieriger, weil dort alle mögliche Partikel enthalten sind, nicht nur Plastik. Für Boden- und Luftproben ist es noch komplizierter. Im Boden sind die Konzentrationen meist geringer, in der Luft wiederum sind die Partikel extrem klein. Luftmessungen sind aber wichtig, gerade wenn man an Reifenabrieb denkt.… 

analytica 2026: Rahmenprogramm macht smartes Labor greifbar

Die Weltleitmesse analytica vom 24. bis 27. März 2026 in München rückt mit einem umfangreichen Rahmenprogramm die Transformation der Laborwelt durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit in den Fokus. Best-Practice-Beispiele, Live-Demonstrationen, Expertenforen und Karriereangebote sollen Laboranwender praxisnah auf die Anforderungen von morgen vorbereiten. Im Zentrum steht die Sonderschau „Digital Transformation“ (Halle B2, Stand 331). In täglichen Live-Vorführungen demonstrieren 18 Aussteller – darunter Liebherr, Metrohm, Mettler Toledo und Sigma – wie Hard- und Software verschiedener Hersteller nahtlos zusammenwirken. Gezeigt werden digitalisierte Workflows in der Trinkwasser-, Aroma- und Duftstoffanalytik, automatisierte Temperierprozesse sowie ein Cobot, der einfache Labortätigkeiten übernimmt. Besucher können die Integration selbst ausprobieren. Das „Live Lab“ (Halle B2, Stand 333) ermöglicht dreimal täglich den Blick über die Schulter von Experten. Präsentiert werden typische Arbeitsabläufe wie digitalisierte Chromatographie-Workflows, automatisierte Mikroskopie, vernetzte Laborinfrastruktur sowie Lebensmittel- und Verpackungsanalytik am Beispiel von Pizza und Schokolade.… 

analytica conference 2026: Von KI im Labor bis zum Opioid-Nachweis

Die analytica conference 2026 präsentiert vom 24. bis 26. März parallel zur Weltleitmesse analytica ein umfassendes Programm zur analytischen Chemie, Bioanalytik und Diagnostik. Unter dem Motto „Science meets industry“ erwarten die Besucher rund 190 Vorträge in 45 Sessions, Preisverleihungen und eine Posterschau. Die Teilnahme ist im analytica-Ticket enthalten. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz (KI) ziehen sich als zentrale Themen durch das Programm. Sessions wie „Digital analytical sciences“ (25. März, 09:30–11:30 Uhr) und „The next generation (analytical) laboratory“ (26. März, 09:30–11:30 Uhr) beleuchten den Weg zu autonomen Laboren. Weitere Vortragsreihen widmen sich dem Management wachsender Datenmengen, der Nutzung von Daten als „verborgenem Schatz“ (24. März, 12:30–14:30 Uhr), Use Cases in der Data Science (26. März, 12:30–14:30 Uhr) sowie Open Source und Datensicherheit (26. März, 15:00–17:00 Uhr). Hier gibt Niklas Beierl von Attacking-Lab Einblicke in Cyber-Sicherheit aus Hackersicht. Im Bereich Lebensmittelanalytik zeigt die… 

Oxford Instruments präsentiert BSL-taugliches Konfokalmikroskop BC43 auf der analytica 2026

Oxford Instruments stellt auf der analytica 2026 (24.–27. März, Messe München) das neue Konfokalmikroskop BC43 in einer speziell für Hochsicherheitslabore entwickelten Variante vor. Das System ist für Biosafety-Level-Umgebungen BSL-2+, BSL-3 und BSL-4 optimiert und kombiniert leistungsstarke, reproduzierbare Bildgebung mit validierten Begasungs- und Dekontaminations-Workflows, die den vollen Garantieanspruch des Geräts erhalten. BSL-Labore stellen hohe Anforderungen an Geräte: beengte Räume, eingeschränkte Bewegungsfreiheit durch Schutzausrüstung, strenge Qualitäts- und Dekontaminationsvorgaben sowie erschwerter Zugang für Servicearbeiten. Das BC43 wurde genau für diese Bedingungen konzipiert. Sein kompaktes, lichtdichtes Design erlaubt die Installation auch in sehr engen Räumen ohne bauliche Veränderungen. Die integrierte Fusion-Software bietet geführte Workflows, die konsistente Ergebnisse unabhängig vom Anwender sicherstellen und den Schulungsaufwand minimieren. Zu den zentralen Vorteilen für BSL-3- und BSL-4-Labore gehören: Das System liefert konfokale 3D-Datenqualität und unterstützt moderne Analysen inklusive Segmentierung und Visualisierung. Optionales Zubehör für Lebendzell-Imaging, wie Inkubatoren und… 

Analytik Jena feiert 40 Jahre Biometra – Meilensteine in der Molekularbiologie

Analytik Jena blickt gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Biometra auf vier Jahrzehnte technologischer Innovation in der Molekularbiologie zurück. Seit der Gründung 1985 hat Biometra die Laborpraxis weltweit maßgeblich geprägt – von frühen Elektrophorese-Systemen über die Einführung leistungsfähiger PCR-Thermocycler bis hin zu modernen Plattformen für automatisierte und präzise Workflows. In den Anfangsjahren standen Präzision und Zuverlässigkeit im Vordergrund: Die ersten Produkte ermöglichten eine effiziente Trennung und Analyse von DNA, RNA und Proteinen und wurden rasch zum Standard in vielen Laboren. 1989 leitete die Markteinführung früher PCR-Thermocycler einen entscheidenden Fortschritt ein – die DNA-Amplifikation wurde schneller, genauer und benutzerfreundlicher. In den 1990er Jahren etablierte sich Biometra als verlässlicher Partner in Forschung und molekularer Diagnostik. In den 2000er Jahren erweiterte das Unternehmen sein Portfolio gezielt um Lösungen für DNA/RNA-Extraktion und quantitative PCR (qPCR). Am 11. Mai 2009 wurde Biometra Teil der Analytik Jena Gruppe.… 

Herzgesundheit: Mediterrane Ernährung stärkt mitochondriale Signale

Eine Neue Studie der USC Leonard Davis School of Gerontology deutet darauf hin, dass die Vorteile der Mittelmeerdiät teilweise durch winzige Proteine, die in unseren Mitochondrien verborgen sind, bestimmt werden könnten, was ein neues Fenster dazu öffnet, wie die Ernährung das Altern und das Krankheitsrisiko beeinflusst. Die Studie wurde vom USC Leonard Davis Instructional Associate Professor für Gerontologie geleitet Roberto Vicinanza Es wurde festgestellt, dass Menschen, die sich eng an eine mediterrane Ernährung halten, höhere Konzentrationen von zwei mitochondrialen Mikroproteinen, Humanin und SHMOOSE –, aufweisen, die beide mit dem Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Neurodegeneration in Verbindung gebracht werden. “Diese Mikroproteine könnten als molekulare Botenstoffe fungieren, die das, was wir essen, in die Funktionsweise und das Alter unserer Zellen umsetzen, sagte” Vicinanza. “Es ist ein neuer biologischer Weg, der erklärt, warum die Mittelmeerdiät so leistungsstark ist.” Ernährung, Mitochondrien und Altern Die mediterrane Ernährung, die reich an… 

Multiple Sklerose in England mehr als verdoppelt – Überlebensraten steigen deutlich

Die Prävalenz der Multiplen Sklerose (MS) in England hat sich zwischen 2000 und 2020 mehr als verdoppelt und stieg jährlich um sechs Prozent. Heute leben schätzungsweise 190.000 Menschen mit der Erkrankung in England. Das geht aus einer groß angelegten Studie von Forschern der University College London (UCL) und des Imperial College London hervor, die am 23. März 2026 in JAMA Neurology erschienen ist. Die Zunahme der standardisierten Prävalenz von 107 auf 232 Fälle pro 100.000 Einwohner ist vor allem auf verbesserte Diagnosemöglichkeiten und eine deutlich längere Lebenserwartung der Betroffenen zurückzuführen. Die Analyse basiert auf mehr als 30 Jahren Primär- und Sekundärdaten aus der englischen Gesundheitsversorgung von 1990 bis 2023. MS-Fälle wurden anhand von Diagnosedokumenten, Medikamentenverordnungen und Krankenhausdaten identifiziert. Die Überlebensraten haben sich im Untersuchungszeitraum erheblich verbessert. Menschen, die später im Beobachtungszeitraum diagnostiziert wurden, erreichten häufiger ein Alter von 80 Jahren… 

Bundesregierung startet Innovationswettbewerb „MedTech for Women“

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert im Rahmen der Hightech Agenda Deutschland innovative Medizintechnik und Gesundheitstechnologien speziell zur Verbesserung der Frauengesundheit. Die neue Förderrichtlinie „MedTech for Women – Innovationswettbewerb zur Verbesserung der Frauengesundheit“ (MT4W) wurde am 20. März 2026 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung disruptiver Technologien, die frauenspezifische Erkrankungen oder Erkrankungen mit hoher Frauenprävalenz signifikant besser diagnostizieren und behandeln sollen. Die Förderung richtet sich auf Vorhaben mit hoher Innovationshöhe, technischem Risiko und realistischer Verwertungsperspektive. Besonders adressiert werden Versorgungslücken in der Frauengesundheit von der Menarche bis zur Postmenopause. Die Richtlinie betont die Schließung des Gender Data Gap, etwa durch repräsentative Trainingsdaten für Künstliche Intelligenz (KI), sowie die frühzeitige Berücksichtigung von Patientinnensicherheit, Akzeptanz und regulatorischen Anforderungen. Förderfähig sind interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Fachdisziplinen Gynäkologie, Neurologie oder klinische Immunologie. Mögliche Indikationen umfassen das polyzystische… 

Peptid-Wirkstoffe  bekämpfen antibiotikaresistente Krankenhauskeime

Forschende der Universität Graz entwickeln modifizierte Peptide, die resistente Bakterien extrem schnell und gezielt unschädlich machen sollen. Die Substanzen orientieren sich an körpereigenen Abwehrstoffen und könnten eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichen Antibiotika darstellen. Erste Ergebnisse eines vom Wissenschaftsfonds FWF geförderten Projekts sind ermutigend. Die Studie wurde am 23. März 2026 im Wissenschaftsmagazin Scilog vorgestellt. Antibiotikaresistente Keime zählen zu den größten Bedrohungen im modernen Gesundheitssystem. Besonders in Krankenhäusern können Infektionen nach Routineeingriffen wie Hüftoperationen rasch zu schwer behandelbaren Komplikationen bis hin zur lebensbedrohlichen Sepsis führen. Bei septischem Schock sinkt die Überlebenschance pro Stunde unbehandelter Infektion um etwa acht Prozent. Nermina Malanovic vom Institut für Molekulare Biowissenschaften der Universität Graz setzt auf antimikrobielle Peptide, die Teil der angeborenen Immunabwehr sind. Diese kleinen Proteinstrukturen zerstören eindringende Erreger auf Haut und Schleimhäuten. Im laufenden FWF-Projekt „Best-in-Class Novel Antimicrobial and Antiseptic Peptide“ (2023–2027, Fördersumme 399.000…