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Studie zeigt steigenden Cannabiskonsum bei älteren US-Erwachsenen

Der Marihuanakonsum unter älteren Erwachsenen in den USA hat einen neuen Höchststand erreicht: 7 Prozent der über 65-Jährigen geben an, im vergangenen Monat Marihuana konsumiert zu haben. Dies geht aus einer Analyse hervor, die von Forschern des Center for Drug Use and HIV/HCV Research (CDUHR) an der NYU School of Global Public Health durchgeführt wurde.  Ihre in JAMA Internal Medicine veröffentlichten Ergebnisse zeigen auch, dass sich das Profil der Cannabiskonsumenten in den letzten Jahren verändert hat. Dabei ist ein deutlicher Anstieg des Konsums bei älteren Erwachsenen zu verzeichnen, die einen Hochschulabschluss haben, verheiratet und weiblich sind und über ein höheres Einkommen verfügen. „Unsere Studie zeigt, dass der Cannabiskonsum unter älteren Erwachsenen weiter zunimmt, obwohl es aufgrund demografischer und sozioökonomischer Faktoren zu erheblichen Verschiebungen im Konsum gekommen ist“, sagte Joseph Palamar, PhD, MPH, außerordentlicher Professor für Bevölkerungsgesundheit an der NYU Grossman School of Medicine, assoziierter Forscher… 

Epilepsie tritt bei Patienten mit frontotemporaler Demenz häufiger auf als erwartet

Einer aktuellen Studie zufolge treten epileptische Anfälle bei Patienten mit frontotemporaler Demenz (FTD) deutlich häufiger auf als bisher angenommen. Diese Entdeckung trägt zum besseren Verständnis der Symptome dieser Gedächtnisstörung bei und unterstreicht, wie wichtig es ist, epileptische Anfälle bei der Behandlung und Überwachung der Patienten zu berücksichtigen.  Dieses vom Neurocenter Finland koordinierte Großprojekt der Universität Ostfinnland und der Universität Oulu untersuchte die Prävalenz von Epilepsie bei Patienten mit FTD. Der Forschungsdatensatz ist einer der umfangreichsten weltweit, und die Ergebnisse wurden in der renommierten Fachzeitschrift JAMA Neurology veröffentlicht . Epilepsie trat Jahre vor der FTD-Diagnose auf Epilepsie wird beispielsweise mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht, doch Daten zum Zusammenhang zwischen FTD und Epilepsie sind nach wie vor rar. Die neu veröffentlichte Studie schließt diese Informationslücke und zeigt, dass Epilepsie bei Patienten mit FTD deutlich häufiger auftritt als bisher angenommen. Die Studie… 

Neue Daten zeigen Rückgang der MMR-Impfrate in den USA

Ein neuer Datensatz auf Bezirksebene von Forschern der Johns Hopkins University zeigt einen landesweiten Rückgang der Impfrate gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) unter US-amerikanischen Kindern seit Beginn der COVID-19-Pandemie. Von den 2.066 untersuchten Landkreisen meldeten 1.614 Landkreise (78 %) einen Rückgang der Impfungen, und die durchschnittliche Impfrate auf Kreisebene sank von 93,92 % vor der Pandemie auf 91,26 % nach der Pandemie – ein durchschnittlicher Rückgang von 2,67 %, wodurch man sich weiter von der 95-prozentigen Herdenimmunitätsschwelle entfernt, die zur Vorhersage oder Begrenzung der Masernausbreitung erforderlich ist. Nur vier der 33 untersuchten Bundesstaaten – Kalifornien, Connecticut, Maine und New York – meldeten einen Anstieg der durchschnittlichen Impfrate auf Bezirksebene. Die Daten werden heute in JAMA veröffentlicht . Die Daten werden veröffentlicht, nachdem in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten mehr als tausend Masernfälle gemeldet wurden. Mit Ausnahme des Jahres… 

Terbium gegen Lymphome

Eine Radionuklidtherapie mit dem radioaktiven Element Terbium könnte sich gegen Lymphome als wirksam erweisen. Dies zeigen vielversprechende Ergebnisse von Experimenten, die am Paul Scherrer Institut PSI in Zusammenarbeit mit dem Inselspital Bern durchgeführt wurden. Diese Ergebnisse erscheinen heute im Journal of Nuclear Medicine. Wissenschaftler arbeiten derzeit daran, diese Behandlungsform für klinische Studien weiterzuentwickeln. In der Schweiz erkranken jährlich fast 2000 Menschen an Lymphomen und rund 570 Menschen sterben an der Krankheit. Am PSI-Zentrum für Radiopharmazeutische Wissenschaften schlagen Wissenschaftler nun eine neue Behandlung vor, die die Überlebenschancen vieler Betroffener schon bald erhöhen könnte: eine Radioimmuntherapie mit dem Nuklid Terbium-161. „Das Prinzip besteht darin, radioaktives Terbium-161 an einen Antikörper zu koppeln und es dann in dieser Form in das Blut der betreffenden Patienten zu injizieren“, erklärt Martin Béhé vom Zentrum für Radiopharmazeutische Wissenschaften des PSI Life Sciences Center. Im Körper angekommen, bindet… 

"Operation Spinnennetz" und die globale Bedrohung durch Bioterror: Ein Weckruf für die Welt

„Operation Spinnennetz“ und die globale Bedrohung durch Bioterror: Ein Weckruf für die Welt

Die ukrainische „Operation Spinnennetz“, ein groß angelegter Drohnenangriff auf russische Luftwaffenstützpunkte am 1. Juni 2025, markiert einen Wendepunkt im Konflikt zwischen der Ukraine und Russland. Die Operation, die von der ukrainischen Sicherheitsbehörde SBU durchgeführt wurde, zielte auf strategische Bomber ab und zeigt die zunehmende Komplexität moderner Kriegsführung. Gleichzeitig wirft sie Fragen zu den globalen Risiken auf, die mit der Weiterentwicklung solcher Technologien verbunden sind – insbesondere im Hinblick auf potenzielle Bioterrorangriffe. Dieser Bericht analysiert die Operation und beleuchtet, warum sie als Warnsignal für die internationale Gemeinschaft verstanden werden sollte, ohne dabei Ängste zu schüren, sondern die Sensibilität für neue Bedrohungen zu fördern. Die Operation Spinnennetz wurde als eine der ambitioniertesten Aktionen der Ukraine im laufenden Konflikt beschrieben. Laut ukrainischen Sicherheitsquellen wurden 117 Drohnen eingesetzt, um vier russische Luftwaffenstützpunkte – Belaya in der Region Irkutsk, Olenya in Murmansk, Dyagilevo in Rjasan… 

Neuer Chefarzt für Pneumologie am Klinikum Bielefeld: Dr. Klaus Henning Thomas übernimmt Leitung

Das Klinikum Bielefeld hat Dr. med. Klaus Henning Thomas zum neuen Chefarzt der Klinik für Pneumologie und Beatmungsmedizin am Standort Mitte ernannt. Der erfahrene Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzqualifikationen in Pneumologie und internistischer Intensivmedizin übernimmt die Leitung ab dem 1. Juni 2025. Mit über zwei Jahrzehnten Erfahrung in leitenden Positionen bringt der 60-jährige Mediziner umfassende klinische und wissenschaftliche Expertise ein, um die Abteilung zu einer modernen, leistungsstarken und patientenzentrierten Einheit weiterzuentwickeln. Dr. Thomas, geboren in Hamburg, studierte Medizin in Basel sowie in Missouri und Virginia, USA. Anschließend forschte er zwei Jahre als Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der PennState University in Pennsylvania. Seine pneumologische Spezialisierung vertiefte er an der Charité-Universitätsmedizin Berlin, wo er sechs Jahre als Funktionsoberarzt tätig war. Zuletzt leitete er die Pneumologie am AMEOS Klinikum Aschersleben und war zuvor Ärztlicher Direktor des Evangelischen Fachkrankenhauses für Atemwegserkrankungen in… 

Die innere Uhr als Schlüssel zur besseren Krebsbehandlung

Eine wegweisende Studie unter der Leitung von Forschenden der MSH Medical School Hamburg, der Charité – Universitätsmedizin Berlin und eines Hamburger Start-ups zeigt, wie die körpereigene innere Uhr die Wirksamkeit und Verträglichkeit von Krebstherapien beeinflussen kann. Die Untersuchung, veröffentlicht in eBioMedicine, deutet darauf hin, dass Störungen des zirkadianen Rhythmus die Nebenwirkungen einer Therapie mit PARP-Inhibitoren verstärken. Diese Erkenntnisse könnten die Zukunft der personalisierten Krebsbehandlung maßgeblich prägen, indem Therapiezeiten an den biologischen Rhythmus der Patient:innen angepasst werden. Zirkadiane Störungen und ihre Auswirkungen Die Studie, Teil der klinischen Phase-III-Studie MAMOC, untersuchte Patientinnen mit Eierstockkrebs, die mit PARP-Inhibitoren wie Rucaparib behandelt wurden. Diese Medikamente blockieren gezielt die DNA-Reparatur in Krebszellen und sind ein zentraler Bestandteil moderner Krebstherapien. Doch die Forschenden stellten fest, dass Patientinnen mit gestörten zirkadianen Rhythmen – der inneren Uhr, die Prozesse wie Schlaf, Stoffwechsel und Zellteilung steuert – häufig stärkere… 

Hunde im All: Von sowjetischen Straßenhunden zu Space Omics und Musks Marsplänen

Im Herbst 1957 blickte die Welt gebannt nach Baikonur: Mit Sputnik 2 schickte die Sowjetunion die Hündin Laika als erstes Lebewesen in eine Umlaufbahn um die Erde. Heute, fast sieben Jahrzehnte später, steht die Raumfahrt erneut vor einem epochalen Sprung – diesmal mit dem Ziel Mars, angetrieben von Visionären wie Elon Musk. Doch der Weg dorthin ist gepflastert mit den Spuren der ersten tierischen Kosmonauten, deren Opfer und Erkenntnisse bis in die moderne Biomedizin und Raumfahrtmedizin nachwirken. Die Anfänge: Straßenhunde als Pioniere der Raumfahrt Die Entscheidung, Hunde ins All zu schicken, war kein Zufall. In den frühen 1950er-Jahren experimentierte die Sowjetunion mit verschiedenen Tieren, um die Belastbarkeit lebender Organismen unter den extremen Bedingungen des Weltraums zu testen. Hunde, insbesondere kleine, widerstandsfähige Mischlinge von den Straßen Moskaus, erwiesen sich als besonders geeignet: Sie waren genügsam, robust und konnten sich an beengte… 

LabNews feiert Meilensteine: Über 200.000 Impressions pro Monat und 5.000 Artikel

LabNews hat Grund zum Feiern: Unsere Plattform hat im Mai 2025 erstmals die Marke von über 200.000 Impressions pro Monat überschritten und bietet mittlerweile mehr als 5.000 veröffentlichte Artikel für die Life-Sciences-Community. Diese beiden Meilensteine unterstreichen eindrucksvoll die wachsende Reichweite und Relevanz von LabNews als unabhängige, verlässliche Quelle für aktuelle Nachrichten, Analysen und Hintergründe aus den Bereichen Biotech, Analytik, Labor, Medizin, Wissenschaft und KI. Seit unserem Start im Februar 2024 verfolgen wir ein klares Ziel: fundierte, aktuelle und vielfältige Inhalte für Fachleute, Forschende und Interessierte weltweit frei zugänglich zu machen. Das Redaktionsteam von LabNews besteht aus erfahrenen Medizin- und Wissenschaftsjournalisten, die seit Jahrzehnten für renommierte Medien in Deutschland und der Schweiz berichten und deren Sachbücher sogar in der US Library of Congress und der Bibliothek des Deutschen Bundestags zu finden sind. Unsere Unabhängigkeit und unser Qualitätsanspruch stehen dabei immer im… 

Hasso Plattner bleibt Zaungast im Biotech-Boom

Im Frühjahr 2025 steht der deutsche SAP-Mitgründer Hasso Plattner erneut im Rampenlicht – nicht wegen eines spektakulären Biotech-Deals, sondern wegen der vertieften Partnerschaft seines Hasso-Plattner-Instituts (HPI) mit SAP zur Förderung von KI-Forschung und Digitalisierung in Europa. Während Tech-Milliardäre wie Bill Gates Milliarden in die Entwicklung neuer Impfstoffe und Therapien investieren, bleibt Plattners Engagement im Biotechnologiesektor auffallend selektiv und technologiegetrieben – mit Fokus auf digitale Plattformen, weniger auf klassische Biotech-Innovationen. Konkret beteiligt sich Plattner über Hasso Plattner Ventures (HPV) an wachstumsstarken, IT-getriebenen Unternehmen in Europa und den USA. Im Gesundheitsbereich ist LipoCheck ein prominentes Beispiel: Das Healthtech-Startup bietet eine digitale Plattform zur Diagnose und Therapieunterstützung bei Lipödem, einer chronischen Fettverteilungsstörung. LipoCheck setzt auf digitale Services, um Patientinnen und Ärzte zu vernetzen und die Versorgung zu verbessern. Auch RetroBrain R&D, Entwickler von digitalen Therapiespielen für Demenzpatienten, wurde unterstützt. Die Beteiligungen sind jedoch…