Die LabNews Rätselfrage für Labormediziner
Frage:Ein Patient präsentiert sich mit erhöhten Leberwerten (ALT, AST, GGT), Anämie und einer leichten Hypoglykämie. Die serologische Untersuchung zeigt einen positiven Anti-HBc-Antikörper, aber einen negativen HBsAg und Anti-HBs. Ein molekularer Test weist eine niedrige Viruslast nach. Die Patientin berichtet von keiner bekannten Lebererkrankung, aber einer Bluttransfusion vor 20 Jahren. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten, und welche spezifische molekulare Untersuchung würde die Diagnose bestätigen? Hinweis: Die Lösung erfordert die Berücksichtigung eines seltenen Verlaufs einer viralen Infektion, die in der Labordiagnostik oft übersehen wird. SPOILER Lösung Diagnose: Okkulte Hepatitis-B-Infektion (OBI) Erklärung:Die Kombination aus positiven Anti-HBc-Antikörpern, negativen HBsAg und Anti-HBs sowie einer niedrigen Viruslast (detektiert durch molekulare Tests wie PCR) deutet auf eine okkulte Hepatitis-B-Infektion hin. Bei OBI bleibt die HBV-DNA im Serum oder in der Leber nachweisbar, obwohl HBsAg negativ ist. Dies kann bei Patienten mit einer früheren HBV-Infektion (z. B. durch…

