BKA stuft Journalisten als Bedrohung ein: Presseausweis bei Ärztetag nicht ausreichend
Leipzig, 26. Mai 2025. Ein beispielloser Schritt des Bundeskriminalamts (BKA) sorgt für Empörung in der Medienlandschaft: Für die Auftaktveranstaltung des 129. Deutschen Ärztetags in der Leipziger Nikolaikirche werden alle teilnehmenden Journalistinnen und Journalisten als potenzielle Sicherheitsrisiken eingestuft. Das BKA fordert vorab Geburtsdatum und Geburtsort aller Medienvertreter sowie die Vorlage des Personalausweises am Veranstaltungsort. Der von der Innenministerkonferenz (IMK) anerkannte bundeseinheitliche Presseausweis, seit Jahrzehnten ein etablierter Nachweis für hauptberufliche Journalisten, verliert damit an Bedeutung. Die Bundesärztekammer (BÄK) teilte lapidar mit: „Aufgrund von Sicherheitsvorgaben benötigt das BKA für die Personenüberprüfung die Geburtsdaten und den Geburtsort der angemeldeten Teilnehmer. Bitte teilen Sie diese bei der Anmeldung mit und halten Sie Ihren Personalausweis bereit. Die Daten werden ausschließlich für die Sicherheitsüberprüfung verwendet und nicht weiterverarbeitet.“ Ein funktionierendes System wird ignoriert Die Forderung des BKA stößt auf scharfe Kritik, da der bundeseinheitliche Presseausweis ein bewährtes…
