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Fokussierter Ultraschall erweitert nicht-invasive Behandlungsoptionen bei Parkinson

Berlin (lab-news.de) – Der fokussierte Ultraschall hat sich zu einer wichtigen nicht-invasiven Therapie bei der Parkinson-Krankheit entwickelt. Das Verfahren erzeugt unter MRT-Steuerung präzise Läsionen in definierten Hirnregionen und lindert motorische Symptome wie Tremor, Steifigkeit und Bewegungsverlangsamung, ohne Schnitte oder Implantate. Im Juli 2025 hat die US-Arzneimittelbehörde FDA die gestufte bilaterale Anwendung bei fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung zugelassen. Das Verfahren nutzt hochintensiven fokussierten Ultraschall (MRgFUS), der über eine spezielle Helmkappe auf den Schädel gerichtet wird. Die Schallwellen werden so gebündelt, dass sie an einem exakt definierten Zielpunkt im Gehirn Wärme erzeugen und ein kleines Areal gezielt zerstören. Bei Parkinson wird vor allem der pallidothalamische Trakt (PTT) oder der Globus pallidus interna behandelt. Die MRT-Kontrolle ermöglicht eine Echtzeit-Überwachung und Anpassung während des Eingriffs. Der Patient bleibt bei Bewusstsein und kann sofort rückgemeldet werden. Bislang war die Behandlung nur einseitig möglich und betraf daher nur… 

Stammzell-Therapie gegen Parkinson: Phase-II-Studie mit iPSC-Zellen gestartet

Peking (LabNews.io) – Das chinesische Biotechnologieunternehmen XellSmart hat die multizentrische Phase-II-Zulassungsstudie für seine allogene, fertige iPSC-abgeleitete dopaminerge Neuralvorläuferzell-Therapie XS411 bei primärer Parkinson-Krankheit begonnen. Die Studie wird von der Beijing Tiantan Hospital der Capital Medical University als Nationalem Zentrum für neurologische Erkrankungen geleitet und gemeinsam mit der Peking Union Medical College Hospital sowie weiteren Spitzenkliniken durchgeführt. Die Phase I war 2025 mit der ersten Transplantation an der Tiantan Hospital gestartet worden. Positive Ergebnisse ermöglichten den schnellen Übergang in die Phase II innerhalb eines Jahres. Professor Feng Tao, leitender Prüfer der Tiantan Hospital, erklärte, die Phase-I-Studie habe Sicherheit, Verträglichkeit und erste Wirksamkeitssignale bestätigt. Die neue Phase II folgt einem prospektiven, randomisierten, standardbehandlungs-kontrollierten Design mit verblindeter Endpunktauswertung. Es sollen 30 Patienten im Alter von 50 bis 75 Jahren mit einer Erkrankungsdauer von fünf bis 15 Jahren aufgenommen werden. Die Randomisierung erfolgt im Verhältnis… 

Liquid Biopsy aus Liquor cerebrospinalis klärt unklare Fälle von Leptomeningealerkrankung

Chicago (lab-news.de) – Eine neue Studie des US-Unternehmens Belay Diagnostics zeigt, dass die Messung der Variant Allele Frequency (VAF) von Tumor-DNA im Liquor cerebrospinalis (CSF) mit einer Liquid-Biopsy-Methode unklare Diagnosen der Leptomeningeal Disease (LMD) unterstützen kann. Die peer-reviewed Untersuchung wurde in der Fachzeitschrift Diagnostics veröffentlicht. Leptomeningealerkrankung gilt in der Neuro-Onkologie als besonders schwierig zu diagnostizieren. Bei 20 bis 30 Prozent der bestätigten Fälle bleibt das MRT unauffällig oder nicht aussagekräftig, und die herkömmliche Liquorzytologie übersieht anfangs etwa jeden dritten Patienten. Die Studie analysierte 118 Liquorproben von Patienten mit Verdacht auf metastatischen ZNS-Tumor aus Brust-, Lungen- und anderen Primärtumoren. Mit dem Summit-Assay von Belay Diagnostics wurden in allen Proben klinisch relevante Varianten in 22 von 32 untersuchten Genen nachgewiesen, darunter TP53, EGFR, KRAS und PIK3CA. Ein VAF-Wert von über fünf Prozent erwies sich als potenziell aussagekräftiger Marker für LMD. Bei 69… 

Warken stellt Gesundheitsreform vor – Migrationskosten im Gesundheitswesen nicht thematisiert

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat am Dienstag ihre Pläne für Einsparungen im Gesundheitswesen vorgestellt. Das Reformpaket zielt darauf ab, die erwartete Finanzlücke der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) von rund 15 Milliarden Euro im Jahr 2027 zu schließen. Warken kündigte unter anderem höhere Zuzahlungen für Medikamente und weitere Leistungen an. Auf zusätzliche Belastungen durch die Gesundheitsversorgung von Geflüchteten einschließlich der aus der Ukraine ging die Ministerin nicht ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts beliefen sich die Bruttoausgaben der Länder und Kommunen für Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (§ 4 AsylbLG) im Jahr 2024 auf einen Teil der gesamten Asylbewerberleistungen von 6,7 Milliarden Euro brutto (Nettoausgaben 6,4 Milliarden Euro). Vergleichbare Gesundheitsausgaben nach § 4 AsylbLG sind in den Vorjahren in ähnlicher Größenordnung angefallen. Diese Kosten werden primär von den Ländern und Kommunen getragen; der Bund leistet pauschale Entlastungen im… 

Epigenetische Vererbung: Hinweise auf Weitergabe von Traumata über Generationen

Studien deuten darauf hin, dass Umwelteinflüsse wie Kriegstraumata oder schwere Unterernährung beim Menschen epigenetische Veränderungen auslösen können, die sich auf die Nachkommen auswirken. Eine echte transgenerationale Vererbung über die Keimbahn – also ohne direkte Exposition der folgenden Generationen – gilt jedoch weiterhin als schwer nachweisbar und wird wissenschaftlich kontrovers diskutiert. Eine 2025 veröffentlichte Studie hat bei drei Generationen syrischer Flüchtlinge epigenetische Signaturen von gewaltbedingten Traumata nachgewiesen. Enkel von Frauen, die direkt oder indirekt Gewalt erlebt hatten, zeigten veränderte DNA-Methylierungsmuster, auch wenn die mittlere Generation nicht selbst betroffen war. Die Veränderungen betrafen Gene, die mit Stressregulation zusammenhängen. Ähnliche Muster ergaben sich in der klassischen Untersuchung zum niederländischen Hungerwinter 1944/45. Personen, die pränatal während der Hungersnot exponiert waren, wiesen Jahrzehnte später eine veränderte Methylierung des IGF2-Gens auf, das für Wachstum und Stoffwechsel wichtig ist. Die Betroffenen hatten später ein höheres Risiko für… 

immy dreht sich zur offenen See – und leidet weiter: WDC Deutschland verweigert wissenschaftlich bewiesene humane Erlösung. Symbolbild. Credits: Unsplash

Boycott Mecklenburg-Vorpommern and the German Oceanographic Museum NOW

The state that deliberately lets a sentient being rot alive for a museum’s free skeleton. For 14 days, the humpback whale Timmy has been abandoned to a slow, agonising death in the shallow waters of the Wismarer Bucht. He lies motionless, breathing only at ever-longer intervals, suffering lung compression, pressure necrosis, hyperthermia, skin blistering and secondary infections — all while fully conscious. International scientific protocols for humane euthanasia exist and have been used successfully on humpback whales of exactly Timmy’s size. The government of Mecklenburg-Vorpommern, led by Environment Minister Till Backhaus, has refused every single one of them. This is not incompetence. This is state-sponsored animal cruelty. The German Oceanographic Museum (Deutsches Meeresmuseum) in Stralsund has already publicly expressed interest in Timmy’s carcass. After his death, the body is scheduled to be transported to Dänholm for necropsy. The museum —… 

Ocular Collagen: Von der Gewebearchitektur zur Entwicklung biofunktionaler Materialien

Eine neue Übersichtsarbeit fasst den aktuellen Stand der Forschung zu okulärem Kollagen zusammen und zeigt, wie dieses natürliche Strukturprotein von der Analyse seiner hierarchischen Architektur in Augegeweben bis hin zur Entwicklung hochleistungsfähiger biomimetischer Materialien für die ophthalmologische Regenerationsmedizin weiterentwickelt wird. Die Review „Ocular collagen: From architecture to biomaterials“, veröffentlicht in der Zeitschrift Eye Discovery (DOI: 10.1016/j.edisc.2026.100024), stammt von Forschern der East China University of Science and Technology. Sie beleuchtet systematisch die Verteilung, Struktur und Verarbeitung von Kollagen in Kornea, Sklera, Retina, Bindehaut und Augenlidern und diskutiert moderne Verfahren zur Herstellung funktionaler Kollagen-basierten Implantate. Kerninhalte der Übersicht Objektive Bewertung Stärken der Arbeit: Schwächen und offene Fragen: Fazit:Die Arbeit verdeutlicht den Fortschritt von der reinen Strukturanalyse hin zu einer gezielten biomaterialbasierten Therapieentwicklung im Auge. Kollagen hat sich als vielseitige Plattform etabliert, die das Potenzial besitzt, den Mangel an Hornhautspendern zu lindern und… 

Schnellere Erholung durch minimal-invasive Ultraschall-Therapie bei Prostatakrebs

Patienten mit lokal begrenztem, intermediärem Prostatakrebs erholen sich nach einer MRI-gesteuerten transurethralen Ultraschall-Ablation (TULSA) deutlich schneller als nach roboterassistierter Prostatektomie. Das zeigt die erste multizentrische randomisierte Studie CAPTAIN, deren perioperative Ergebnisse auf dem Jahreskongress der Society of Interventional Radiology (SIR) in Toronto vorgestellt wurden. In der CAPTAIN-Studie (NCT05027477) wurden 212 Männer an 23 Zentren zwischen 2022 und 2025 randomisiert entweder der TULSA-Gruppe oder der chirurgischen Gruppe zugeteilt. TULSA ist ein minimal-invasives Verfahren, bei dem hochenergetischer Ultraschall unter Echtzeit-MRT-Kontrolle durch die Harnröhre gezielt Krebsgewebe in der Prostata erhitzt und zerstört, ohne Schnitte oder Schädigung umliegender Strukturen. Wichtige perioperative Vorteile von TULSA Die Katheterverweildauer war bei TULSA länger (Median 13 vs. 8 Tage). Langfristige onkologische Ergebnisse, Harnkontinenz und sexuelle Funktion stehen noch aus; die Nachbeobachtung läuft über zehn Jahre. „Für viele Patienten ist entscheidend, wie schnell sie in den Alltag, die Familie… 

APOE4 schädigt Knochenqualität bei Frauen

Das Alzheimer-Risikogen APOE4 führt bei weiblichen Mäusen zu einer bereits im mittleren Lebensalter einsetzenden Verschlechterung der Knochenqualität. Der Effekt bleibt für Standard-Knochendichtemessungen unsichtbar und betrifft vor allem die Osteozyten. Wissenschaftler des Buck Institute for Research on Aging und der University of California, San Francisco (UCSF) haben entdeckt, dass APOE4 die perilakunäre/canalikuläre Remodellierung in Osteozyten unterdrückt – jenen Prozess, der die mikroskopischen Kanäle im Knochen instand hält und für dessen mechanische Belastbarkeit sorgt. Dadurch verschlechtert sich die Knochenqualität, obwohl Dichte und Struktur äußerlich normal erscheinen. Die Effekte waren bei weiblichen Tieren deutlich stärker ausgeprägt als bei männlichen und stärker im Knochen als im Hippocampus. Die Studie, veröffentlicht in Advanced Science (DOI: 10.1002/advs.202523511), liefert einen möglichen mechanistischen Erklärungsansatz dafür, warum Frauen mit Alzheimer häufiger Knochenbrüche erleiden und eine Osteoporose-Diagnose oft ein früher Prädiktor für kognitive Beeinträchtigungen ist. „APOE4 stört leise genau die… 

Donald Trump. Credits: White House

Experten stellen Trumps Geisteszustand infrage

Nach scharfen Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran haben Politiker und frühere Vertraute des Präsidenten seine Äußerungen als Beleg für eine mögliche Geisteskrankheit gewertet. Demokratische Abgeordnete forderten eine Untersuchung und eine mögliche Amtsenthebung nach dem 25. Verfassungszusatz. Die Vorwürfe knüpfen an eine langjährige Debatte unter Mental-Health-Experten und ehemaligen Mitarbeitern an. Auslöser der jüngsten Kritik waren Trumps Äußerungen zu einem Ultimatum an den Iran. Der Präsident drohte unter anderem, „eine ganze Zivilisation“ werde „heute Nacht untergehen“, und verwendete in Truth-Social-Posts Begriffe wie „crazy bastards“. Die demokratische Kongressabgeordnete Yassamin Ansari schrieb auf der Plattform X, Trump sei „ganz offensichtlich geisteskrank und unfähig“. Sie forderte die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes, der eine Amtsenthebung bei Unfähigkeit ermöglicht. Ähnlich äußerten sich weitere Kritiker: Trumps Worte zeigten, dass er „psychisch krank“ und „ein Wahnsinniger“ sei. Die Debatte ist nicht neu. Bereits 2017 hatten 27…