Einmalige Toxin-Exposition in der Schwangerschaft erhöht Krankheitsrisiko über 20 Generationen
Eine einmalige Exposition gegenüber einem toxischen Fungizid während der Schwangerschaft kann das Krankheitsrisiko für mehr als 20 nachfolgende Generationen erhöhen – und die vererbten Gesundheitsprobleme verschärfen sich mit zunehmender Generationsentfernung. Das zeigt eine neue Studie der Washington State University an Ratten, die das Verständnis epigenetischer transgenerationaler Vererbung von Krankheiten erheblich erweitert. Die Ergebnisse erschienen am 17. Februar 2026 in den Proceedings of the National Academy of Sciences. Forscher um Biologen Michael Skinner exponierten trächtige Ratten gegenüber Vinclozolin – einem Fungizid, das in der Landwirtschaft gegen Schimmel und Fäulnis eingesetzt wird – in einer Dosierung unterhalb typischer menschlicher Aufnahmemengen durch Ernährung. Die Folgen wurden über 20 Generationen verfolgt. Bereits in früheren Arbeiten hatte Skinners Team gezeigt, dass solche Expositionen Krankheitsrisiken über mindestens zehn Generationen vererben. In der aktuellen Studie blieben Nieren-, Prostata-, Hoden- und Ovarialerkrankungen über alle Generationen erhöht. Ab der…
