Pharmakonzern Eli Lilly klagt gegen US-Regierung wegen 340B Rabatt-Programm
Der US-amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly hat vergangene Woche eine Klage gegen die US-Gesundheitsbehörde HRSA (Health Resources and Services Administration) eingereicht. Der Streitpunkt betrifft das staatliche 340B-Programm, das Pharmaunternehmen verpflichtet, Medikamente zu stark reduzierten Preisen an bestimmte Gesundheitseinrichtungen zu liefern[1]. Eli Lilly folgt damit dem Beispiel von Johnson & Johnson, das bereits wenige Tage zuvor rechtliche Schritte eingeleitet hatte. Beide Unternehmen kritisieren die derzeitige Ausgestaltung des Programms und fordern grundlegende Änderungen[1]. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht ein von Eli Lilly vorgeschlagenes neues Abrechnungsmodell, das von der HRSA abgelehnt wurde[2]. Das von Eli Lilly entwickelte „Cash-Replenishment-Modell“ sieht vor, dass die Medikamente zunächst zum vollen Preis verkauft und die Rabatte später in Form von Rückerstattungen ausgezahlt werden. Nach Aussage des Unternehmens würde dieses System wöchentliche Direktzahlungen an die berechtigten Einrichtungen ermöglichen und dabei für mehr Transparenz und verbesserten Cashflow sorgen[2]. Die Pharmaunternehmen argumentieren,…


