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Pharmakonzern Eli Lilly klagt gegen US-Regierung wegen 340B Rabatt-Programm

Der US-amerikanische Pharmakonzern Eli Lilly hat vergangene Woche eine Klage gegen die US-Gesundheitsbehörde HRSA (Health Resources and Services Administration) eingereicht. Der Streitpunkt betrifft das staatliche 340B-Programm, das Pharmaunternehmen verpflichtet, Medikamente zu stark reduzierten Preisen an bestimmte Gesundheitseinrichtungen zu liefern[1]. Eli Lilly folgt damit dem Beispiel von Johnson & Johnson, das bereits wenige Tage zuvor rechtliche Schritte eingeleitet hatte. Beide Unternehmen kritisieren die derzeitige Ausgestaltung des Programms und fordern grundlegende Änderungen[1]. Im Zentrum der Auseinandersetzung steht ein von Eli Lilly vorgeschlagenes neues Abrechnungsmodell, das von der HRSA abgelehnt wurde[2]. Das von Eli Lilly entwickelte „Cash-Replenishment-Modell“ sieht vor, dass die Medikamente zunächst zum vollen Preis verkauft und die Rabatte später in Form von Rückerstattungen ausgezahlt werden. Nach Aussage des Unternehmens würde dieses System wöchentliche Direktzahlungen an die berechtigten Einrichtungen ermöglichen und dabei für mehr Transparenz und verbesserten Cashflow sorgen[2]. Die Pharmaunternehmen argumentieren,… 

Analyse: Vielen Krankenhäusern drohen Einbußen durch Klinikreform

Laut einer im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erstellten Untersuchung drohen einer Vielzahl von Kliniken aufgrund der geplanten Reform durch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Einbußen. Die „Mindestvorhaltezahlen“ würden zu „Erlösverlusten“ zwischen drei und bis zu 30 Prozent bei etwa einem Drittel der knapp 1600 untersuchten Standorte führen, heißt es in einer „Simulation“ der Firma Vebeto, […] Analyse: Vielen Krankenhäusern drohen Einbußen durch Klinikreform

Parkinson-Paradoxon: Wenn mehr Dopamin mehr Zittern bedeutet

Forscher der Champalimaud Foundation haben Licht in die rätselhafte Beziehung zwischen Dopamin und Ruhetremor bei der Parkinson-Krankheit gebracht. Sie fanden heraus, dass in bestimmten Gehirnregionen gespeichertes Dopamin tatsächlich zu Tremorsymptomen beitragen kann, und stellt damit gängige Annahmen in Frage. Eine neue Studie der Champalimaud Foundation, die in npj Parkinson’s Disease veröffentlicht wurde und vom Neural Circuits Dysfunction Lab in Zusammenarbeit mit den Laboren für Neuropsychiatrie und Nuklearmedizin geleitet wurde, bietet neue Erkenntnisse über die komplexe Beziehung zwischen Ruhetremor und Dopamin, einem chemischen Botenstoff, der eine Schlüsselrolle bei der Bewegungskoordination spielt. Das Dopamin-Paradoxon Dopaminverlust in Gehirnregionen wie dem Putamen, die mit der Bewegungsregulierung in Zusammenhang stehen, ist ein bekanntes Kennzeichen der Parkinson-Krankheit. Während einige Patienten jedoch mit Dopaminersatztherapien wie L-DOPA eine deutliche Linderung des Tremors erfahren, verspüren andere kaum oder gar keine Besserung oder sogar eine Verschlechterung der Symptome. „Tremor ist… 

BioNTech: Vom Corona-Star zum Verlustgeschäft

Der einstige Börsenstar BioNTech steckt in einer tiefen Krise. Das Mainzer Biotechnologieunternehmen verzeichnete im zweiten Quartal 2024 einen dramatischen Verlust von 807 Millionen Euro, während im ersten Halbjahr der Nettoverlust sogar auf 1,12 Milliarden Euro anstieg[3]. Der Umsatzeinbruch ist bemerkenswert: Im ersten Quartal 2024 sank der Umsatz um 85% auf nur noch 187,6 Millionen Euro, verglichen mit 1,28 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum[2]. Die Gründe für den Absturz sind vielschichtig. Mit dem Ende der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach Impfstoffen drastisch zurückgegangen. BioNTech selbst räumt ein, dass die Umsätze zunehmend saisonal werden, mit Nachfragespitzen hauptsächlich während der Grippesaison[1]. Der Vergleich zu den Hochzeiten ist ernüchternd: Von 18,98 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2021 schrumpften die Einnahmen auf nur noch 2,69 Milliarden Euro[1]. Auch die Konkurrenz kämpft mit ähnlichen Problemen. Der US-Rivale Moderna verzeichnet ebenfalls erhebliche Verluste von 1,3 Milliarden US-Dollar in… 

AbbVie erleidet schweren Rückschlag in der Schizophrenie-Forschung

Der US-Pharmakonzern AbbVie durchlebt turbulente Zeiten. Das Unternehmen musste bekanntgeben, dass sein vielversprechendes Schizophrenie-Medikament Emraclidin in einer entscheidenden Phase-2-Studie mit 752 Patienten die Erwartungen nicht erfüllen konnte[1]. Die Aktie stürzte daraufhin um mehr als 12 Prozent ab, was einem Marktwerteverlust von etwa 40 Milliarden Dollar entspricht[1]. Besonders bitter ist dieser Rückschlag vor dem Hintergrund der erst kürzlich erfolgten Übernahme von Cerevel Therapeutics für 8,7 Milliarden Dollar, aus deren Portfolio Emraclidin stammte[1]. Die Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die Herausforderungen im lukrativen Markt für Psychopharmaka. Der globale Markt für Antidepressiva wurde 2023 auf 16,99 Milliarden Dollar beziffert und soll bis 2036 auf über 37 Milliarden Dollar anwachsen[2]. Parallel dazu wird der Markt für Antipsychotika, der 2023 bei 16,14 Milliarden Dollar lag, weiteres Wachstum verzeichnen[3]. Für AbbVie kommt dieser Rückschlag zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Das Unternehmen verzeichnete bereits 2023 einen dramatischen Gewinneinbruch… 

Engineered Macrophages for the Treatment of Liver Fibrosis

New preclinical results support the anti-fibrotic potential of engineered macrophages in multiple fibrosis models: Engineered TIM4-expressing macrophages correct defective efferocytosis in MASH, demonstrating potent anti-fibrotic activity. Liver fibrosis is a central late-stage pathway in multiple liver diseases, including MASH, acute liver injury, primary sclerosing cholangitis, primary biliary cholangitis, and others. Treatment options remain limited for advanced liver disease patients. Liver disease is characterized by defective efferocytosis (an anti-inflammatory process by which macrophages clear dead hepatocytes), activation of hepatic stellate cells which leads to collagen accumulation, and chronic inflammation. New preclinical results demonstrate that macrophages can be genetically engineered to target specific key pathways underlying liver disease with factors including TIM4 (restores efferocytosis), relaxin (inhibits hepatic stellate cell activation), and IL10 (reduces inflammation). Notably, a single dose of macrophages expressing TIM4, alone or together with relaxin, significantly reduced liver fibrosis and… 

No Link Between Rheumatoid Arthritis and Transfusion Risk After Knee Replacement

Having rheumatoid arthritis (RA) was not a risk factor for needing a blood transfusion during or after total knee replacement, according to a new study by HSS researchers presented today at the annual meeting of the American College of Rheumatology, ACR Convergence 2024. Advancements in surgical techniques and the increased use of a medication called tranexamic acid for preventing and controlling bleeding have made it possible for many patients undergoing knee replacement to avoid needing a transfusion, which requires hospital admission for at least a day. Despite these advancements, it was believed that patients with RA undergoing orthopedic surgeries had an elevated risk of transfusion since they tend to have higher rates of anemia compared to the individuals without the disease. RA occurs in about 1% of the general American population.² About 4% of patients having joint replacement surgeries at… 

Selenträgerprotein reguliert Ferroptose bei Krebs und im Gehirn

Forscher der Helmholtz-Gemeinschaft München haben in Zusammenarbeit mit Kollegen der Tohoku-Universität ein bestimmtes Redoxprotein als kritischen Regulator der Ferroptose identifiziert – einer Form des regulierten oxidativen Zelltods. Die Ferroptose hat aufgrund ihres therapeutischen Potenzials bei der Behandlung therapieresistenter und metastasierender Krebsarten sowie ihrer Beteiligung an neurodegenerativen Erkrankungen großes Interesse geweckt. Während die Sensibilisierung von Krebszellen für Ferroptose ein vielversprechender Ansatz zur Krebsbekämpfung ist, kann die Verhinderung neuronaler Ferroptose dazu beitragen, das Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer und Multiple Sklerose (MS) zu verlangsamen. Daher konzentriert sich die Forschung auf neuartige zelluläre Mechanismen, die letztendlich die Ferroptoseempfindlichkeit bestimmen. Das Team fand heraus, dass Peroxiredoxin 6 (PRDX6) als kritischer Regulator der Ferroptose dient und als Selenträgerprotein fungiert und eine wesentliche Rolle bei der zellulären Abwehr gegen oxidativen Stress spielt. Ihre Ergebnisse legen nahe, dass PRDX6 ein wichtiges Ziel für die Behandlung von Krebs… 

Form des Tumors verrät Aggressivität der Krebserkrankung

Die von Forschern der Universität Toronto entwickelte ReSCUE-Plattform ermöglicht auch die Bildung, Freisetzung und Übertragung von Tumoroiden, die vom Patienten stammen. Forscher an der Fakultät für angewandte Wissenschaften und Ingenieurwissenschaften der Universität Toronto haben eine neue Mikrofluidik-Plattform entwickelt, die eine beispiellose Kontrolle und Manipulation der Tumorformen ermöglicht – ein weitgehend unerforschtes Gebiet mit großem Potenzial […] Form des Tumors verrät Aggressivität der Krebserkrankung

Covid-19 Watch-Eagle. Credits: LabNewsMedia LLC.

Serious adverse events following COVID-19 vaccination

Based on the recent peer-reviewed studies from 2023-2024, here are the key findings on serious adverse events following COVID-19 vaccination: The Global Vaccine Data Network study, which included 99 million vaccinated people across eight countries, identified several significant safety signals[6]. The study found an increased risk of acute disseminated encephalomyelitis (ADEM) with a relative incidence of 3.74 (95% CI: 1.02-13.70) and transverse myelitis with a relative incidence of 2.49 (95% CI: 1.07-5.79) associated with the AstraZeneca vaccine[6]. These translate to 0.78 cases of ADEM per million doses and 1.82 cases of transverse myelitis per million doses[6]. Analysis of the Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) in the United States revealed that among 900,522 reports between 2020-2022, the most common serious symptoms were headache (15.68%), pyrexia (13.56%), and fatigue (13.54%)[3]. For cardiovascular complications, the rates per million vaccines were: myocarditis (4.94),…