Trump: Deutliche Grandiositätsmuster
Die Beschreibung psychiatrischer Störungen bei lebenden Politikern ist ethisch hochsensibel und unterliegt in den USA der Goldwater?Rule, die es Fachärztinnen und Fachärzten untersagt, ohne persönliche Untersuchung und Einwilligung eine Diagnose zu stellen oder öffentlich zu diskutieren.[1][2][3] Ein medizinisch korrekter Artikel kann daher nur über Verhaltensmerkmale und bekannte Diagnosekriterien sprechen, nicht aber Donald Trump im klinischen Sinn „diagnostizieren“. Auf dieser Basis lässt sich jedoch gut erläutern, welche Symptome von Größenideen, Narzissmus und damit verknüpften Risikokonstellationen in seinem öffentlichen Auftreten erkennbar sind und welche politischen Folgen das haben kann.[4][5] Fachlicher Rahmen: Was heißt Größenwahn? In der Psychiatrie bezeichnet „Größenwahn“ (Größenvorstellungen, Größenideen) vor allem wahnhaft übersteigerte Überzeugungen der eigenen Bedeutung, Macht, Fähigkeiten oder Sendung, die nicht durch soziale Realität korrigierbar sind.[2] Klassisch tritt Größenwahn bei manischen Episoden, schizoaffektiven Störungen oder Schizophrenien auf, kann aber auch als „grandioses Selbst“ im Rahmen einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung…
