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Schwarzer Hautkrebs (Malignes Melanom): Symptome, Diagnose und Therapie

Das maligne Melanom, umgangssprachlich als „schwarzer Hautkrebs“ bezeichnet, ist die aggressivste Form des Hautkrebses. Es entsteht aus den Melanozyten, den pigmentbildenden Zellen der Haut. Im Gegensatz zu den häufigeren, aber weniger gefährlichen Formen wie dem Basalzell- oder Plattenepithelkarzinom kann das Melanom früh metastasieren und stellt die Hauptursache für hautkrebsbedingte Todesfälle dar. Früherkennung ist entscheidend: Bei lokalisierter Erkrankung liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei über 99 %, während sie bei metastasiertem Melanom historisch niedrig war und durch moderne Therapien auf etwa 35 % gestiegen ist (Daten bis 2021, mit weiterer Verbesserung durch Immun- und zielgerichtete Therapien). Im Jahr 2026 werden in den USA schätzungsweise 112.000 invasive Melanome und insgesamt über 234.000 Fälle (einschließlich In-situ-Melanome) diagnostiziert, mit etwa 8.510 Todesfällen. Symptome und Früherkennung Die meisten Melanome entwickeln sich entweder aus einem bestehenden Leberfleck (Nävus) oder als neuer Hautfleck. Wichtige Warnzeichen lassen sich mit der… 

Chaos in Lymphknoten fördert Krebswachstum bei aggressiven Lymphomen

Bei aggressiven Lymphomen zerstören entzündliche Botenstoffe die geordnete Struktur der Lymphknoten. Dadurch wird die lokale Immunabwehr geschwächt und das Tumorwachstum begünstigt. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung von Simon Haas hat diesen Mechanismus erstmals detailliert entschlüsselt. Die Wissenschaftler verglichen mithilfe hochauflösender Einzelzell- und räumlicher Analysen Lymphknoten mit erhaltener und zerstörter Architektur. Dabei zeigte sich, dass seltene Stromazellen – die als „Dirigenten“ des Immunsystems fungieren – entscheidend für die räumliche Organisation der Immunzellen sind. In aggressiven Lymphomen reprogrammieren T-Zellen diese Stromazellen durch entzündliche Signale, sodass die fein abgestimmte Gewebestruktur zusammenbricht. Dieser Prozess ist kein passiver Nebeneffekt des Tumorwachstums, sondern ein aktiver, sich selbst verstärkender Entzündungskreislauf. Die Auflösung der Lymphknotenarchitektur schwächt die lokale Immunantwort und verschafft dem Tumor Vorteile. Patienten mit starker Stromazell-Reprogrammierung haben eine deutlich schlechtere Prognose. Die Studie legt nahe, dass eine Stabilisierung der Stromazellen oder eine gezielte Modulation entzündlicher Signale… 

IceCure meldet positive 5-Jahres-Daten zur Kryoablation bei Nierentumoren

Das israelische Unternehmen IceCure Medical hat positive Langzeitdaten aus der ICESECRET-Studie zur Kryoablation kleiner Nierentumore mit dem ProSense®-System vorgelegt. Bei einer medianen Nachbeobachtungszeit von vier Jahren lag die rezidivfreie Rate in der Gesamtpopulation bei 83,9 Prozent. In einer Untergruppe von Patienten mit Tumoren bis drei Zentimeter Größe, ohne vorherige Nierenerkrankung und erfolgreicher Erstbehandlung, erreichte die rezidivfreie Rate 89,4 Prozent. Insgesamt wurden 114 Patienten mit 138 Läsionen behandelt, 112 Patienten wurden ausgewertet. Zwölf Patienten erhielten eine zweite Kryoablation. Die vollständigen Ergebnisse werden auf der European Conference of Interventional Oncology (ECIO) vom 26. bis 30. April 2026 in Basel präsentiert. ProSense® ist in den USA, Europa und weiteren Märkten bereits zur Behandlung von Nierentumoren zugelassen. Das minimalinvasive Verfahren soll eine Alternative zur chirurgischen Entfernung darstellen und wird insbesondere bei älteren Patienten oder solchen mit Begleiterkrankungen als schonende Option gesehen. IceCure sieht in… 

RMC verhindert Bauchspeicheldrüsenkrebs

Eine neue präklinische Studie an Mäusen zeigt, dass präkanzeröse Zellen in der Bauchspeicheldrüse eliminiert werden können, bevor sie sich zu Tumoren entwickeln. Der Einsatz einer experimentellen Therapie zur gezielten Behandlung mikroskopischer präkanzeröser Läsionen in der Bauchspeicheldrüse verdoppelte das Überleben in Mausmodellen des duktalen Adenokarzinoms der Bauchspeicheldrüse (PDAC) im Vergleich zur gleichen Behandlung nach der Krebsentwicklung nahezu. Die heute in Science veröffentlichte Studie wurde von forschenden Ärzten der Perelman School of Medicine an der Universität von Pennsylvania und dem Abramson Cancer Center von Penn Medicine geleitet . Es ist das erste Mal, dass Wissenschaftler gezeigt haben, dass ein medizinischer Eingriff das Wachstum präkanzeröser Läsionen in der Bauchspeicheldrüse stoppen kann, bevor sie sich zu Bauchspeicheldrüsenkrebs entwickeln . Dies liefert starke Belege für das aufstrebende Gebiet der Krebsprävention „Ich bin überzeugt, dass die Krebsfrüherkennung die nächste große Herausforderung in der Krebstherapie darstellt“, sagte Robert Vonderheide, MD, DPhil , Direktor des Abramson Cancer Center und einer… 

Milchsäure als Schlüssel zur Stärkung der Krebsimmuntherapie

Eine bahnbrechende Studie, veröffentlicht am 9. Juni 2025 in der Zeitschrift Frontiers of Medicine, zeigt, dass Milchsäure (Laktat) weit mehr als ein Nebenprodukt des Stoffwechsels ist: Sie spielt eine zentrale Rolle in der Tumor-Immun-Kommunikation und beeinflusst die Wirksamkeit von Krebstherapien. Forscher zeichnen die historische Entwicklung von Laktat – von seiner Entdeckung 1780 bis zur Erkenntnis 2019, dass es Histone modifiziert – nach und beleuchten seine vielfältigen Funktionen im Tumormikromilieu (TME). Laktat, das durch hohen glykolytischen Fluss in Tumoren entsteht, wird zusammen mit Protonen über den Monocarboxylattransporter 4 (MCT4) ausgeschieden, wodurch das extrazelluläre Milieu angesäuert wird. Dieser saure pH-Wert baut die extrazelluläre Matrix ab, behindert die Aufnahme von Medikamenten und neutralisiert Chemotherapeutika. Gleichzeitig nutzen Krebszellen Laktat als Energiequelle, fördern DNA-Reparaturmechanismen und verstärken durch Signalwege wie GPR81 die Expression von PD-L1, was die Immunabwehr schwächt. Die Studie zeigt, dass Laktat verschiedene Immunzellen… 

Krebsrisiko durch Nitrosamine in Kondomen

Nitrosamine in Kondomen: Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme Eine umfassende Untersuchung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts Stuttgart hat ergeben, dass in 29 von 32 getesteten Kondomen krebserregende N-Nitrosamine nachgewiesen wurden[1]. Diese Substanzen, die zu den stärksten karzinogenen Stoffen gehören, werden bei Schleimhautkontakt aus dem Gummimaterial herausgelöst[4]. Messwerte und Grenzwerte Die höchsten gemessenen Werte lagen bei 660 Nanogramm pro Kilogramm Material[4]. Besonders auffällig waren Kondome mit Schokoladengeschmack, deren Nitrosaminkonzentration 60-mal höher lag als die für Babyschnuller zugelassenen Werte[2]. Bislang existieren keine rechtsverbindlichen Grenzwerte für die Nitrosaminabgabe in Kondomen[1]. Gesundheitliche Risikobewertung Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat eine detaillierte Risikobewertung vorgenommen. Die durchschnittliche tägliche Aufnahme von N-Nitrosaminen über die Nahrung beträgt 0,2 bis 0,3 Mikrogramm[3]. Bei einmaligem täglichen Gebrauch der am höchsten belasteten Kondomsorte wird eine Menge an N-Nitrosaminen aufgenommen, die dem 2-3 fachen der täglich durch Lebensmittel aufgenommenen Menge entspricht[4]. Technische Hintergründe… 

Proteins in foods suppress gut tumors

Researchers led by Hiroshi Ohno at the RIKEN Center for Integrative medical sciences (IMS) in Japan have discovered that food antigens like milk proteins help keep tumors from growing in our guts, specifically the small intestines. Experiments revealed how these proteins trigger the intestinal immune system, allowing it to effectively stop the birth of new tumors. The study was published in the scientific journal Frontiers in Immunology. Food antigens get a lot of negative press because they are the source of allergic reactions to foods such as peanuts, shellfish, bread, eggs, and milk. Even when they don’t lead to allergic reactions, these antigens—along with the many others found in plants and beans—are still considered foreign objects that need to be checked out by the immune system. Ohno and his team have previously reported that food antigens activate immune cells in… 

Prostatakrebs: Die ersten Anzeichen

Die Frage beschäftigt viele Männer: Welche Symptome sind die ersten Anzeichen für Prostatakrebs? Hier kommen die wichtigsten Fakten. Prostatakrebs ist eine der häufigsten Krebsarten bei Männern, insbesondere bei denen über 50 Jahren. Die Symptome im Frühstadium sind oft unspezifisch und können leicht mit anderen, weniger schwerwiegenden Erkrankungen verwechselt werden. Hier sind einige der ersten Anzeichen und Symptome, die auf Prostatakrebs hindeuten können: – Vermehrter Harndrang, besonders nachts (Nykturie)[1][3][4]. – Schwierigkeiten beim Wasserlassen, wie ein schwacher oder unterbrochener Harnfluss, Schwierigkeiten zu Beginn des Urinierens oder Unfähigkeit zu urinieren (Harnverhalt)[1][3][4]. – Blut im Urin oder in der Samenflüssigkeit[2][3][4]. – Schmerzhafte Ejakulation und Erektionsprobleme bis hin zur Impotenz[1][3][4]. – Schmerzen im unteren Rücken, Becken oder Oberschenkel, die auf eine Ausbreitung des Krebses hinweisen können[1][2][4]. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Symptome auch bei anderen, weniger ernsten Erkrankungen auftreten können, wie etwa bei… 

Krebsmedikamente erfinden sich neu

Innovative Krebsmedikamente bieten neue Hoffnung im Kampf gegen diese komplexe Erkrankung. Die jüngsten Durchbrüche in der Krebstherapie umfassen Immun- und Gentherapien die das Potenzial haben, selbst fortgeschrittene Krebsfälle zu behandeln¹. Immuntherapien nutzen das körpereigene Immunsystem, um Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Sie zielen darauf ab, die Fähigkeit der Krebszellen, sich vor dem Immunsystem zu verstecken, zu durchbrechen. Ein Beispiel dafür sind Checkpoint-Inhibitoren, die spezielle Proteine auf der Oberfläche von T-Zellen blockieren, welche normalerweise das Immunsystem daran hindern, Krebszellen anzugreifen¹. Gentherapien hingegen verändern das genetische Material der Krebszellen oder des Patienten, um die Krankheit zu bekämpfen. Eine Form der Gentherapie, die CAR-T-Zell-Therapie, modifiziert T-Zellen des Patienten außerhalb des Körpers, um sie dann zurückzuführen und gezielt Krebszellen anzugreifen³. Die personalisierte Medizin spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entwicklung neuer Krebsmedikamente. Sie beinhaltet die Anpassung der Behandlung an die individuellen genetischen… 

Krebsrisiken anhand nationaler Gesundheitsdaten berechenbar

Die Forscher trainierten zunächst ein Vorhersagemodell anhand der Daten von 6,7 Millionen erwachsenen Dänen aus den Jahren 1995 bis 2014. Der Trainingsdatensatz umfasste mehr als 1.000 verschiedene Vordiagnosen, sowie Krebserkrankungen bei Familienmitgliedern, Alter und – sofern vorhanden – grundlegende Körperdaten und Risikofaktoren wie Tabakkonsum oder Fettleibigkeit. Anschließend wurde das Modell anhand der Datensätze von 2015 bis 2018 validiert, die 4,7 Millionen Dänen umfassten, und lieferte eine hohe Vorhersagegenauigkeit. Das Modell ermöglicht Vorhersagen über die individuellen Risiken, an 20 verschiedenen Krebsarten zu erkranken. Im Laufe eines Lebens erreichte das Modell eine Genauigkeit von 81 Prozent. Unter Berücksichtigung von Alters- und Geschlechtseffekten betrug die Genauigkeit 59 Prozent. Die höchste Genauigkeit erreichte das Modell bei Krebserkrankungen des Verdauungssystems sowie bei Schilddrüsen-, Nieren- und Gebärmutterkrebs. https://www.thelancet.com/journals/landig/article/PIIS2589-7500(24)00062-1/fulltext