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Krebsrisiken anhand nationaler Gesundheitsdaten berechenbar

Die Forscher trainierten zunächst ein Vorhersagemodell anhand der Daten von 6,7 Millionen erwachsenen Dänen aus den Jahren 1995 bis 2014. Der Trainingsdatensatz umfasste mehr als 1.000 verschiedene Vordiagnosen, sowie Krebserkrankungen bei Familienmitgliedern, Alter und – sofern vorhanden – grundlegende Körperdaten und Risikofaktoren wie Tabakkonsum oder Fettleibigkeit. Anschließend wurde das Modell anhand der Datensätze von 2015 bis 2018 validiert, die 4,7 Millionen Dänen umfassten, und lieferte eine hohe Vorhersagegenauigkeit. Das Modell ermöglicht Vorhersagen über die individuellen Risiken, an 20 verschiedenen Krebsarten zu erkranken. Im Laufe eines Lebens erreichte das Modell eine Genauigkeit von 81 Prozent. Unter Berücksichtigung von Alters- und Geschlechtseffekten betrug die Genauigkeit 59 Prozent. Die höchste Genauigkeit erreichte das Modell bei Krebserkrankungen des Verdauungssystems sowie bei Schilddrüsen-, Nieren- und Gebärmutterkrebs. https://www.thelancet.com/journals/landig/article/PIIS2589-7500(24)00062-1/fulltext

Viele Tumore schütten Prostaglandin E2 aus. So verhindern sie, dass sich stammzellartige T-Zellen zu Zellen ausdifferenzieren, die den Krebs angreifen. Dr. Jan Böttcher (l.) und Erstautor Sebastian Lacher schildern in "Nature" den Mechanismus dahinter. | Quelle: Astrid Eckert / TUM | Copyright: Astrid Eckert

Abwehr der Tumorzellen geknackt

Prostaglandin E2 ist das molekulare Schutzschild jeder Tumorzelle: Der Botenstoff wappnet die Krebszellen gegen potente Immuntherapien. Jetzt haben Wissenschaftler den Mechanismus verstanden – und könnten dadurch die Tumorabwehr brechen.

Cancer Diagnostic Market 2030. copyright: SNS Insider

Cancer Diagnostics Market to Hit USD 334.64 Billion by 2030

According to the latest market analysis by SNS Insider, the Cancer Diagnostics market size was valued at USD 193.31 billion in 2022 and is projected to reach USD 334.64 billion by 2030, with a robust Compound Annual Growth Rate (CAGR) of 7.1% over the forecast period of 2023-2030. Cancer diagnostics play a pivotal role in the detection, diagnosis, staging, and monitoring of cancer patients, enabling healthcare providers to make informed treatment decisions, personalize therapy regimens, and improve patient outcomes. With advancements in genomics, proteomics, liquid biopsy, molecular imaging, and artificial intelligence (AI), cancer diagnostics have evolved from traditional histopathology and imaging techniques to comprehensive molecular profiling and non-invasive screening methods, revolutionizing the approach to cancer care and management. Market Report Scope & Overview Cancer diagnostics represent a pivotal aspect of modern healthcare, encompassing a wide array of techniques and methodologies aimed at… 

Lymphknotenbefall bei Brustkrebs: Bestrahlung hilft

Eine Bestrahlung der Lymphabflusswege senkt die Rezidivraten und verbessert das Gesamtüberleben bei Brustkrebspatientinnen mit Lymphknotenbefall. Zu diesem Schluss kommt eine Metaanalyse der „Early Breast Cancer Trialists‘ Collaborative Group“ (EBCTCG).

INTERVIEW zum Kinderkrebstag: „Die Familien befinden sich in einer Ausnahmesituation“

Mehr als 2.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland erkranken jährlich an Krebs. Wenn ein Kind oder ein Elternteil die Diagnose Krebs erhält, hat dies Auswirkungen auf das gesamte Familienleben. Das Universitäre Cancer Center Hamburg (UCCH) des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) hat daher eine psychosoziale Beratungsstelle für an Krebs erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie deren Familien eingerichtet. Anlässlich des Internationalen Kinderkrebstags am 15. Februar informiert Priv.-Doz. Dr. Gabriele Escherich, Oberärztin in der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie des UKE, über das neu geschaffene Angebot.

Foto: Pexels.com

BD kooperiert mit Techcyte, um KI-gestütztes Gebärmutterhalskrebs-Screening anzubieten

  • KI

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation war Gebärmutterhalskrebs im Jahr 2020 weltweit für schätzungsweise 342.000 Todesfälle verantwortlich. Der begrenzte Zugang zur Vorsorgeuntersuchung ist ein Grund dafür, dass immer noch Menschen an Gebärmutterhalskrebs sterben. BD unterstützt das Screening mit seinem Test auf humane Papillomaviren (HPV) und dem flüssigkeitsbasierten Pap-Test Surepath. Obwohl HPV-Tests nach eigenen Angaben empfindlicher sind, erwartet das Unternehmen, dass Pap-Tests „weiterhin eine wichtige diagnostische Rolle spielen werden, da die Programme auf den neuen Behandlungsstandard umgestellt werden. Das System von Techcyte ist mit mehreren flüssigkeitsbasierten Zytologiepräparaten, einschließlich Surepath, kompatibel. Traditionell betrachteten Zytotechnologen und Pathologen Glasobjektträger unter einem Mikroskop. Um das Techcyte-System zu nutzen, bereiten die Technologen die Objektträger mit Systemen wie Surepath vor und scannen sie, um digitale Dateien zu erstellen. Der KI-Algorithmus identifiziert dann Zellen mit Merkmalen, die darauf hindeuten, dass sie diagnostisch relevant sein könnten.

Untire-App ab sofort bei Brustkrebs verschreibungsfähig

Die Gesundheits-App Untire ist vorläufig in das Verzeichnis für Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aufgenommen worden. Es ist die erste DiGA speziell gegen Tumor-assoziierte Fatigue. Ab sofort können Ärzt:innen und Psychotherapeut:innen diese digitale Therapie ihren Brustkrebspatient:innen auf Rezept verordnen. Brustkrebs (Mammakarzinom) ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Mehr als 70.000 Menschen erkranken pro Jahr daran, die 10-Jahres-Prävalenz beträgt 570.900.[1] Häufigste Begleitung der Erkrankung sowie der Behandlung ist die sogenannte Tumor-assoziierte Fatigue (CRF), auch bekannt als krebsbedingte Fatigue, die das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen stark beeinträchtigt. Bis zu 90 Prozent der Patient:innen sind davon betroffen. Eine medikamentöse Behandlung gibt es bislang nicht. Untire ist die erste DiGA, die Brustkrebspatient:innen hilft, ihre Erschöpfungszustände zu verringern. In den Niederlanden und Großbritannien nutzen bereits 40.000 Krebspatient:innen die App. Mit Aufnahme in das DiGA-Verzeichnis des BfArM kann Untire…