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Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh warnt vor kognitivem Abbau bei US-Präsident Trump

In einem brisanten Beitrag auf seiner Substack-Plattform hat der renommierte US-Untersuchungsjournalist Seymour Hersh Bedenken hinsichtlich des geistigen Zustands von Präsident Donald Trump geäußert. Hersh, der für seine Enthüllungen über den Vietnamkrieg und das Massaker von My Lai mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde, beschreibt innere Kreise im Weißen Haus als alarmiert über Anzeichen einer zunehmenden mentalen Desorganisation. Der Artikel, betitelt „Is Trump in Cognitive Decline?“ und veröffentlicht am heutigen Montag, stützt sich auf Aussagen anonymer Berater und analysiert eine kürzliche Rede Trumps vor hochrangigen Militärs als Symptom eines möglichen kognitiven Verfalls. Hersh, der den 97-minütigen Auftritt Trumps vor etwa 800 Offizieren und Admirälen am 30. September auf der Marine-Corps-Basis in Quantico, Virginia, als Ausgangspunkt nimmt, spricht von „Perseveration“ – einem medizinischen Begriff aus Psychologie und Psychiatrie, der das zwanghafte Wiederholen von Phrasen oder Gesten beschreibt. Solche Symptome treten häufig bei Patienten… 

Die humanitäre Katastrophe in Gaza nach zwei Jahren Krieg: Medizinische und epidemiologische Langzeitfolgen

Zwei Jahre nach Beginn des Krieges in Gaza am 7. Oktober 2023, ausgelöst durch Angriffe palästinensischer bewaffneter Gruppen auf Israel und die darauf folgende großangelegte israelische Militäroperation, hat sich eine der schwersten humanitären Krisen der Gegenwart entwickelt. Neben hohen Opferzahlen und der Zerstörung ziviler Infrastruktur haben die medizinischen und epidemiologischen Langzeitfolgen verheerende Auswirkungen auf die Bevölkerung. Diese Analyse konzentriert sich auf diese Folgen, basierend auf verifizierten Daten seriöser Quellen wie den Vereinten Nationen (UN), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und wissenschaftlichen Studien. Sie bleibt wertfrei und stützt sich auf Fakten bis September 2025. Verifizierte Opferzahlen und humanitärer Kontext Bis Oktober 2025 meldet das Gaza Health Ministry (GHM), unterstützt von WHO und dem UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA), über 67.144 Todesopfer in Gaza, darunter 15.613 Kinder, 8.304 Frauen, 3.839 Ältere und 22.265 Männer (Stand Juli 2025, identifizierte Tote). In… 

DNA-Nanofeder misst zelluläre Motorkraft

Alle Zellen benötigen den Transport von Stoffen, um ihre Funktion aufrechtzuerhalten. In Nervenzellen ist ein winziger Motor aus dem Protein KIF1A dafür verantwortlich. Mutationen in diesem Protein können zu neurologischen Störungen führen, darunter Gehschwierigkeiten, geistige Beeinträchtigungen und Nervenschädigung. Es ist bekannt, dass Mutationen in KIF1A auch zu einer geschwächten motorischen Leistung führen, aber dies war bisher schwer messbar. Forscher, darunter Mitarbeiter der Universität Tokio und des National Institute of Information and Communications Technology (NICT) in Japan, haben Veränderungen der Kraft von KIF1A mithilfe einer Nanofeder, einer winzigen, gewundenen Struktur aus DNA, gemessen. Dies könnte zu einer verbesserten Diagnose von Krankheiten führen, die mit den Mutationen des Proteins zusammenhängen. Neurologische Erkrankungen wie die KIF1A-assoziierte neurologische Störung (KAND) können das Leben der Betroffenen enorm beeinträchtigen. Daher wird erheblicher Forschungsaufwand betrieben, um einige der Symptome zu lindern. Ein wichtiger Bestandteil dabei ist die… 

Nobelpreis für Medizin 2025: Meilenstein für die Labormedizin

Der diesjährige Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, der am Montag vom Nobelkomitee am Karolinska Institut verliehen wurde, unterstreicht die zentrale Rolle der Labormedizin in der Erforschung komplexer biologischer Prozesse. Die Preisträger, die US-amerikanischen Forscherinnen und Forscher Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell sowie der japanische Wissenschaftler Shimon Sakaguchi, werden für ihre grundlegenden Entdeckungen zur peripheren Immunregulation ausgezeichnet. Diese Arbeiten, die auf jahrelanger präziser Laborarbeit beruhen, enthüllen Mechanismen, durch die das Immunsystem gesunde Zellen vor eigenen Angriffen schützt, und öffnen damit neue Perspektiven für die Diagnostik und Therapie autoimmuner Erkrankungen sowie onkologischer Therapien. Die Bedeutung dieses Preises für die Labormedizin liegt vor allem in der Demonstration, wie molekulare und zelluläre Analysen in kontrollierten Laborumgebungen zu bahnbrechenden Erkenntnissen führen können. Die Laureaten haben in den 1980er und 1990er Jahren unabhängig voneinander gezeigt, dass das Immunsystem nicht allein auf die zentrale Toleranz im… 

Lidocain-Vergiftungen nehmen trotz allgemeiner Abnahme der Toxizität von Lokalanästhetika zu

In den letzten zehn Jahren sind Vergiftungen und Todesfälle im Zusammenhang mit der Verwendung von Lokalanästhetika zurückgegangen. Dennoch haben Vergiftungen durch ein häufig verwendetes Anästhetikum, Lidocain, in den USA zugenommen, wie zwei neue Studien der University of Illinois Chicago zeigen. Durch die Analyse von Daten aus Meldungen an nationale Giftinformationszentren und die Food and Drug Administration von 2010 bis 2020 stellten UIC-Forscher fest, dass die Gesamtzahl der Vergiftungsmeldungen in diesem Zeitraum um 50 % zurückging. Vergiftungen durch Lidocain nahmen jedoch in weniger als der Hälfte dieser Zeit, zwischen 2016 und 2020, um mehr als 50 % zu. Die Ergebnisse wurden in  Regional Anesthesia & Pain Medicine  und dem  British Journal of Anesthesia veröffentlicht . Lokalanästhetika, einschließlich Lidocain, werden in der Medizin häufig zur Schmerzlinderung vor, während und nach chirurgischen Eingriffen eingesetzt. Eine Vollnarkose wirkt im gesamten Körper und versetzt Patienten in einen schlafähnlichen Zustand.… 

Das Mausauge als Fenster zur Erkennung systemischer Erkrankungen

Eine neue Methode, mikroskopische Bilder der Netzhaut einer lebenden Maus durch das Auge aufzunehmen, ermöglicht es, die Reaktion von Gehirnzellen auf Krankheit und Behandlung aufzuzeichnen. Die Entwicklung der Universität Kobe ist leichter anwendbar als bisherige Methoden und verspricht Fortschritte in der Forschung und Behandlung von Sehstörungen. Diabetische Retinopathie, eine Form der diabetischen Augenerkrankung, ist weltweit eine der häufigsten Erblindungsursachen. „Es ist bekannt, dass der Verlust des Sehvermögens durch Schäden an den Blutgefäßen in der Netzhaut entsteht. Neuere Forschungen haben jedoch gezeigt, dass Anomalien in Neuronen und Immunzellen bereits vor Gefäßschäden auftreten“, sagt der Neurophysiologe TACHIBANA Yoshihisa von der Universität Kobe. Er fährt fort: „Insbesondere Mikroglia – Immunzellen, die in der Netzhaut sitzen und ihre Umgebung ständig überwachen – lösen bei Anomalien Entzündungen aus. Da es jedoch schwierig ist, ihr Verhalten in lebenden Organismen zu beobachten, blieb ein Großteil ihrer Beteiligung… 

Medizinnobelpreis 2025: Durchbruch bei Immunverträglichkeit – Entdeckung regulatorischer T-Zellen revolutioniert Autoimmuntherapie

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin 2025 ehrt einen Meilenstein der Immunforschung: Die Entdeckung der peripheren Immunverträglichkeit, die verhindert, dass unser Abwehrsystem die eigenen Organe angreift. Die Nobelversammlung am Karolinska Institutet in Stockholm kündigte am Montag, den 6. Oktober 2025, den Preis an – und vergab ihn gemeinsam an die US-amerikanischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Mary E. Brunkow und Fred Ramsdell sowie den Japaner Shimon Sakaguchi. Die Träger erhalten für ihre bahnbrechenden Arbeiten zur Identifizierung regulatorischer T-Zellen (Treg-Zellen) jeweils ein Drittel des Preises in Höhe von 11 Millionen Schwedischen Kronen (rund 1 Million Euro). Die Entscheidung unterstreicht die wachsende Bedeutung der Immunmodulation in der modernen Medizin. Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Typ-1-Diabetes oder rheumatoide Arthritis betreffen weltweit Millionen Menschen und entstehen, wenn das Immunsystem aus dem Gleichgewicht gerät. Die Laureaten haben aufgezeigt, wie der Körper eine natürliche Bremse einbaut, um solche Fehlreaktionen… 

Fatma Deniz bewirbt sich um Präsidium der TU Berlin

Die Technische Universität (TU) Berlin steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Am 26. November 2025 wählt der Erweiterte Akademische Senat die Nachfolge für das Amt der Präsidentin oder des Präsidenten. Eine prominente Kandidatin ist Prof. Dr. Fatma Deniz, derzeitige Vizepräsidentin für Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die Informatikerin und Neurowissenschaftlerin steht für eine Hochschule, die wissenschaftliche Exzellenz, innovative Forschung und soziale Verantwortung vereint. Vision für die TU Berlin: „Back to the fuTUre – 2030+“ Mit ihrem Programm „Back to the fuTUre – 2030+“ legt Fatma Deniz eine zukunftsorientierte Strategie vor, die Forschung, Lehre und Transfer stärken soll. „Ich möchte eine TU Berlin, die Exzellenz lebt, Innovation wagt und dabei ein menschlicher Ort des Miteinanders ist“, betont Deniz. „Führung heißt für mich, Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen.“ Ihr Konzept basiert auf vier zentralen Handlungsfeldern: Internationale Expertise und interdisziplinäre Brücken Fatma Deniz bringt… 

Trump: Statistische Mortalitätsrisiken im Alter von 80 Jahren

Einleitung Die Berechnung der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass eine Person im Alter von 80 Jahren stirbt, basiert auf aktuellen demografischen Daten aus US-Lebens- und Sterbetafeln. Diese Tabellen, die von Institutionen wie der Social Security Administration (SSA) und den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erstellt werden, verwenden alterspezifische Sterberaten (q_x), um die Wahrscheinlichkeit des Todes innerhalb eines Jahres für Personen eines bestimmten Alters zu quantifizieren. Die Daten stammen aus dem Beobachtungszeitraum 2022–2023 und gelten für die US-Bevölkerung, wobei separate Werte für Männer und Frauen vorliegen. Die Analyse bezieht sich auf eine hypothetische Person in diesem Alter und berücksichtigt keine individuellen Gesundheitsfaktoren oder Lebensumstände. Methodische Grundlage Sterberaten in Lebens- und Sterbetafeln werden als q_x definiert: die Quote der Todesfälle unter Personen, die das Alter x erreicht haben. Für das Alter 80 Jahre (x=80) liegt die Sterberate für US-Männer bei etwa 0,0629… 

Trump Lebenserwartung: Statistische Mortalitätsrisiken im Alter von 80 Jahren

Die Berechnung der statistischen Wahrscheinlichkeit, dass eine Person im Alter von 80 Jahren stirbt, basiert auf aktuellen demografischen Daten aus US-Lebens- und Sterbetafeln. Diese Tabellen, die von Institutionen wie der Social Security Administration (SSA) und den Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erstellt werden, verwenden alterspezifische Sterberaten (q_x), um die Wahrscheinlichkeit des Todes innerhalb eines Jahres für Personen eines bestimmten Alters zu quantifizieren. Die Daten stammen aus dem Beobachtungszeitraum 2022–2023 und gelten für die US-Bevölkerung, wobei separate Werte für Männer und Frauen vorliegen. Die Analyse bezieht sich auf eine hypothetische Person in diesem Alter und berücksichtigt keine individuellen Gesundheitsfaktoren oder Lebensumstände. Methodische Grundlage Sterberaten in Lebens- und Sterbetafeln werden als q_x definiert: die Quote der Todesfälle unter Personen, die das Alter x erreicht haben. Für das Alter 80 Jahre (x=80) liegt die Sterberate für US-Männer bei etwa 0,0629 oder…