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Nährstoff-Timing beeinflusst Genaktivität im Fettgewebe

Ob morgens eher Kohlenhydrate oder Fette auf dem Speiseplan stehen, könnte den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben erstmals am Menschen gezeigt, dass die zeitliche Verteilung von Kohlenhydraten und Fetten die Aktivität von mehr als tausend Genen im Unterhautfettgewebe über den Tag hinweg verändert. Betroffen sind vor allem Gene, die Zucker- und Fettstoffwechsel sowie Entzündungsprozesse steuern. Die Ergebnisse erschienen im Fachjournal Food Research International. Der menschliche Stoffwechsel folgt zirkadianen Rhythmen – 24-Stunden-Zyklen, die von der inneren Uhr gesteuert werden. Viele Prozesse wie Zuckeraufnahme, Fettverbrennung oder Hormonfreisetzung schwanken im Tagesverlauf. Werden Nährstoffe außerhalb der biologisch optimalen Zeitfenster aufgenommen, könnte das langfristig Stoffwechselstörungen begünstigen. Das junge Forschungsgebiet der Chrononutrition untersucht genau diese Zusammenhänge, um Essenszeiten gezielt zu optimieren und chronische Erkrankungen wie Adipositas oder Typ-2-Diabetes vorzubeugen. In einer kontrollierten Crossover-Studie… 

Orforglipron übertrifft orales Semaglutid: Lilly präsentiert überlegene Ergebnisse bei Typ-2-Diabetes in Kopf-an-Kopf-Studie

Der orale GLP-1-Rezeptor-Agonist Orforglipron von Eli Lilly hat in der Phase-3-Studie ACHIEVE-3 orales Semaglutid bei der Blutzuckerkontrolle und Gewichtsreduktion deutlich übertroffen. Die Ergebnisse der 52-wöchigen Kopf-an-Kopf-Studie an 1.698 Erwachsenen mit Typ-2-Diabetes, die mit Metformin unzureichend eingestellt waren, wurden jetzt in The Lancet veröffentlicht. Unter dem primären Endpunkt sank der HbA1c-Wert (A1C) bei Orforglipron 36 mg um 2,2 Prozentpunkte (von Ausgangswert 8,3 %), verglichen mit 1,4 Prozentpunkten unter oralem Semaglutid 14 mg. Auch die niedrigere Dosis Orforglipron 12 mg erreichte mit 1,9 Prozentpunkten eine signifikant stärkere Senkung als Semaglutid 14 mg. Die Überlegenheit zeigte sich bereits nach vier Wochen und hielt über die gesamte Studiendauer an. Beim wichtigen sekundären Endpunkt Gewichtsverlust verloren Teilnehmende unter Orforglipron 36 mg im Mittel 9,2 Prozent ihres Körpergewichts (19,7 Pfund / 8,9 kg), unter Semaglutid 14 mg nur 5,3 Prozent (11,0 Pfund / 5,0 kg) –… 

Medizininformatik-Initiative feiert 10-jähriges Jubiläum

Die Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung (TMF) blickt auf ein bewegtes Jahr 2026 voraus. Im Mittelpunkt steht das 10-jährige Jubiläum der Medizininformatik-Initiative (MII), das vom 24. bis 25. März 2026 mit einem Symposium in Berlin gefeiert wird. Unter dem Motto „Zukunft Gesundheit: Daten nutzen. Vernetzung fördern. Innovation gestalten. Zehn Jahre Medizininformatik-Initiative – Grundlage für Forschung, Versorgung und digitale Souveränität in Europa“ werden Erfolge der vergangenen Dekade bilanziert und Perspektiven für die Zukunft diskutiert. Ein besonderes Highlight: Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt Dorothee Bär wird die Veranstaltung eröffnen. Anmeldungen sind bereits möglich. Parallel dazu hat das Bundesgesundheitsministerium in Berlin ein Update seiner Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Auf Bundes- und EU-Ebene laufen mehrere Gesetzgebungsverfahren, die für die Nutzung von Gesundheitsdaten in Forschung und Versorgung entscheidend sind. Die TMF begleitet diese Prozesse aktiv – unter anderem mit fachlichen Stellungnahmen aus der… 

Krankenhausreform bedroht stationäre Versorgung chronischer Schmerzpatienten

Deutschlands führende Schmerz- und Fachgesellschaften warnen vor massiven Einschnitten in der stationären Behandlung chronischer Schmerzen durch die geplante Krankenhausreform. In einem gemeinsamen Brandbrief fordern die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), der Berufsverband der Schmerztherapeuten Deutschlands (BVSD), die Deutsche Schmerzgesellschaft und die Interdisziplinäre Gesellschaft für Schmerztherapie (IGOST) die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU), sich für die Aufnahme einer eigenständigen Leistungsgruppe „Spezielle Schmerzmedizin“ einzusetzen. Ohne diese drohten bis zu 40 Prozent der multimodalen stationären Schmerztherapie-Angebote zu schließen – mit dramatischen Folgen für rund 4,8 Millionen schwer betroffene Patientinnen und Patienten. Die derzeitige Systematik der Leistungsgruppen zwinge schmerzmedizinische Abteilungen, Kriterien fachfremder Bereiche wie Innere Medizin oder Chirurgie zu erfüllen. Das sei medizinisch nicht sinnvoll und wirtschaftlich nicht tragfähig. Erste Abteilungen hätten bereits geschlossen oder stünden vor der Schließung. Die Fachgesellschaften betonen, eine eigene Leistungsgruppe mit bereits etablierten Qualitätskriterien könne sofort bundesweit umgesetzt werden. Sie… 

genOway stellt neues Mausmodell vor: Genauere Vorhersage von Antikörpertherapien beim Menschen

Das französische Biotechnologieunternehmen genOway hat ein innovatives Mausmodell entwickelt, das die Vorhersage der Wirksamkeit und Sicherheit therapeutischer Antikörper beim Menschen deutlich verbessern soll. Das Modell genO-hFc?R humanisiert die Fc?-Rezeptoren – zentrale Bindungspartner von Antikörpern auf Immunzellen – und ermöglicht so realistischere präklinische Tests. Eine Studie in Science Immunology bestätigt das Potenzial des Modells, teure Fehlschläge in späten klinischen Phasen zu reduzieren. Antikörpertherapien revolutionieren die Behandlung von Krebs, entzündlichen Erkrankungen und Infektionen, indem sie gezielt an Fc?-Rezeptoren binden und Immunreaktionen wie antikörpervermittelte Zellzerstörung oder Entzündungsprozesse steuern. Da diese Rezeptoren jedoch artspezifisch unterschiedlich sind, liefern Tests in herkömmlichen Labormäusen oft unzuverlässige Ergebnisse zur Wirksamkeit oder übersehen Sicherheitsrisiken. Das führt zu hohen Ausfallquoten in späten klinischen Studien und verzögert den Zugang zu neuen Therapien. Das genO-hFc?R-Modell löst dieses Problem, indem es mehrere Fc?-Rezeptor-Gene humanisiert. Forscher können damit Kandidaten besser vergleichen, die gezielte Ansprache… 

Welt-HPV-Tag: BIÖG ruft zur frühen Impfung gegen Humane Papillomviren auf

Acht von zehn Menschen in Deutschland infizieren sich im Laufe ihres Lebens mindestens einmal mit Humanen Papillomviren (HPV). Obwohl die meisten Infektionen unbemerkt bleiben und von allein abheilen, verursachen sie jedes Jahr schätzungsweise mehr als 10.000 Krebserkrankungen. Anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März appelliert das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) an Eltern, ihre Kinder zwischen neun und 14 Jahren gegen HPV impfen zu lassen – den optimalen Zeitpunkt für einen wirksamen Langzeitschutz. HPV gilt als Hauptursache für Gebärmutterhalskrebs, betrifft jedoch auch andere Krebsarten im Mund-Rachen-Raum, im Analbereich sowie an den Genitalien. Die Viren werden meist über kleine Haut- oder Schleimhautverletzungen übertragen und können jahrelang symptomlos im Körper verbleiben, bevor sich erst Jahrzehnte später bösartige Zellveränderungen entwickeln. Eine Impfung schützt gezielt vor den hochrisikoreichen HPV-Typen und verhindert so viele dieser Krebserkrankungen. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für Jungen und… 

Mini-Organe im All: TUD-Projekt ILLUMINATE untersucht Schwerelosigkeitseffekte auf Lebergewebe

Die Technische Universität Dresden (TUD) schickt Mini-Lebern ins Weltall: Im Rahmen des Forschungsprojekts ILLUMINATE untersucht ein Team um Prof. Nils Cordes erstmals Maus-Leberorganoide – im Labor gezüchtete dreidimensionale Mini-Modelle der Leber – unter realen und simulierten Bedingungen der Schwerelosigkeit. Das Experiment ist Teil des Cellbox-Programms des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) mit 280.204 Euro gefördert (Laufzeit: 1. November 2025 bis 31. Oktober 2028). Weltraummissionen belasten den menschlichen Körper durch Mikrogravitation und kosmische Strahlung erheblich. Besonders Immun-, Nerven- und Muskelzellen reagieren sensibel auf diese Umweltbedingungen. Mit zunehmender Dauer von Raumflügen und Plänen für neue Raumstationen gewinnt die Frage an Bedeutung, wie sich Gewebe langfristig anpasst – Erkenntnisse, die nicht nur für Astronautinnen und Astronauten relevant sind, sondern auch neue Impulse für das Verständnis von Stressreaktionen, Gewebealterung und Regenerationsprozessen auf der… 

Trump’s Iran Strike: Pharma-Biotech Armageddon

A U.S. military strike on Iran under President Donald Trump in early 2026 would trigger a hybrid retaliation that strikes at the heart of America’s pharmaceutical and biotechnology supremacy. Tehran’s response would blend conventional threats with sophisticated cyber operations, proxy actions, and disinformation campaigns specifically calibrated to cripple U.S. pharma and biotech sectors. Iranian state-linked actors—IRGC-affiliated groups like APT33, APT34 (OilRig), MuddyWater, and CyberAv3ngers—have spent years probing vulnerabilities in healthcare, critical manufacturing, and research networks. A strike would activate these capabilities at scale, targeting intellectual property worth hundreds of billions, manufacturing plants reliant on operational technology, clinical trial databases, and global supply chains. The result: halted drug production, delayed therapies, ransomware-induced shortages, stolen trade secrets handed to competitors like China, and cascading failures that overwhelm hospitals treating military casualties. Human losses on U.S. bases worldwide would mount as medical logistics… 

FDA warnt vor Software-Fehlern bei Fresenius Kabi Ivenix Infusionspumpen

Die US-Arzneimittel- und Medizinproduktebehörde FDA hat eine dringende Sicherheitsmitteilung zu den Ivenix Large Volume Pumpen (LVP) von Fresenius Kabi veröffentlicht. Das Unternehmen hat eine Software-Korrektur für alle Versionen 5.10.1 und früher angekündigt, da zwei schwerwiegende Anomalien entdeckt wurden, die zu Verzögerungen oder Unterbrechungen der Infusion führen und dadurch ernsthafte Patientenschäden oder sogar den Tod verursachen können. Die FDA stuft die Maßnahme als Class I Recall ein – die höchste Risikoklasse, bei der die Fortsetzung der Nutzung ohne Korrektur zu schweren Verletzungen oder Todesfällen führen kann. Es handelt sich jedoch nicht um einen vollständigen Rückruf: Die Pumpen sollen weiterhin am Einsatzort bleiben, müssen aber vor der nächsten Verwendung zwingend softwareseitig korrigiert werden. Betroffene Probleme im Detail Fresenius Kabi hat zwei kritische Software-Fehler identifiziert: Stand 18. November 2025 meldete Fresenius Kabi zwei schwere Verletzungen im Zusammenhang mit diesen Fehlern – Todesfälle wurden… 

Fastly-Report warnt vor hohen Kosten für AI-First-Unternehmen

Unternehmen, die Künstliche Intelligenz von Grund auf in ihre Prozesse integrieren (sogenannte „AI-First“-Unternehmen), zahlen einen hohen Preis für die rasante Einführung von KI: Im Durchschnitt benötigen sie 123 Tage länger, um sich von einem Cybervorfall zu erholen, und erleiden 140,5 Prozent höhere finanzielle Schäden als Unternehmen ohne diesen Ansatz. Das zeigt der vierte jährliche Global Security Research Report von Fastly Inc., der heute veröffentlicht wurde. Der Edge-Cloud-Anbieter Fastly befragte weltweit 2.000 IT-Entscheider mit Cybersecurity-Verantwortung, darunter 200 aus dem DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Die Ergebnisse machen deutlich: Die Modernisierung der Sicherheitsarchitektur hinkt der Geschwindigkeit der KI-Integration massiv hinterher. AI-First-Unternehmen besonders betroffen Neue Risiken durch KI-Integration „Die Geschwindigkeit, mit der KI eingeführt wird, verändert Sicherheitsinfrastrukturen nahezu über Nacht“, sagte Marshall Erwin, Chief Information Security Officer (CISO) bei Fastly. „Für AI-First-Unternehmen geht es nicht darum, Innovation zu bremsen, sondern Sicherheit im gleichen Tempo…