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Bosch Healthcare: Schnelle PCR-Tests für PKV-Patienten

Bosch Healthcare Solutions und der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) haben eine wichtige Innovationspartnerschaft bekannt gegeben. Die Vereinbarung ermöglicht es privat versicherten Patienten, PCR-Schnelltests mit dem Vivalytic-System von Bosch in Arztpraxen durchführen zu lassen – mit automatischer Kostenerstattung. Das neue Angebot umfasst Tests auf Atemwegserkrankungen wie SARS-CoV-2, Influenza und RSV sowie auf verschiedene sexuell übertragbare Infektionen. Die Testergebnisse liegen bereits nach 30 Minuten vor, im Gegensatz zu herkömmlichen Labortests, die mindestens einen Tag benötigen. Von dieser Neuerung profitieren aktuell rund 8,7 Millionen Privatversicherte in Deutschland[1]. Die PCR-Tests bieten eine höhere Genauigkeit als übliche Antigen-Schnelltests, da sie Erreger auf DNA-Ebene identifizieren. Prof. Dr. med. Norbert Brockmeyer, Präsident der Deutschen STI-Gesellschaft, begrüßt diese Entwicklung besonders vor dem Hintergrund steigender STI-Zahlen in Deutschland.

Ergebnisse der ABDA-Mitgliederversammlung: Keine Mehrheit für Overwiening

Die Wahl zur neuen ABDA-Spitze findet erst im kommenden Jahr statt. Bei der heutigen Mitgliederversammlung der ABDA wurde Gabriele Regina Overwiening zwar erneut für das Amt der ABDA-Präsidentin vorgeschlagen. Im ersten Wahlgang gab es jedoch keine Mehrheit für die amtierende ABDA-Präsidentin. Die Wahlen für die Ämter des/der Vize-Präsident/-in und für die/den Vertreter/-in der nicht-selbstständigen Apothekerinnen und Apotheker haben nicht stattgefunden. Laut ABDA-Satzung erhalten die Mitglieder ABDA (17 Landesapothekerkammern und 17 Landesapothekerverbände) nun erneut die Möglichkeit, Vorschläge für die drei genannten Ämter einzureichen. Innerhalb von sechs Wochen kommt dann die Mitgliederversammlung für eine Neuwahl erneut zusammen. Bis zur Neuwahl bleiben die gewählten Vorstandsmitglieder nach der Satzung im Amt. Mehr Informationen auf www.abda.de

Visugromab und Nivolumab: Neuer Ansatz in der Krebsbehandlung

Die erste klinische in Nature publizierte Studie mit dem anti-GDF-15-Antikörper Visugromab in Kombination mit dem Immun-Checkpoint-Inhibitor Nivolumab bei fortgeschrittenem Krebs bestätigt den Erfolg der Forschung „from bench to bedside“. Wichtige Vorarbeiten leistete die AG von Jörg Wischhusen am UKW mit der Erkenntnis, dass der Wachstums- und Differenzierungsfaktor 15 (GDF-15) die Wirkung von Immuntherapien wie anti-PD-1 hemmt, mit dem Konzept zur Verbesserung der Immuninfiltration in Tumore durch GDF-15-Blockade sowie mit der Entwicklung und Patentierung von anti-GDF-15-Antikörpern. Dass und wie der in vielen soliden Tumoren stark überexprimierte Wachstums- und Differenzierungsfaktor GDF-15 (Growth/Differentiation Factor 15) effektive Immunantworten gegen Tumore verhindert, zeigten die Universitätsmedizin Würzburg und ihr Spin-Off CatalYm im vergangenen Jahr erstmals im Wissenschaftsjournal Nature Communications. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Frauenklinik des Universitätsklinikums Würzburg (UKW) konnte in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die etablierte… 

Eli Lilly’s Imlunestrant Study: Phase 3 Results for ER+ Breast Cancer

Eli Lilly and Company (NYSE: LLY) today announced results from the Phase 3 EMBER-3 study of imlunestrant, an investigational, oral selective estrogen receptor degrader (SERD), in patients with estrogen receptor positive (ER+), human epidermal growth factor receptor 2 negative (HER2-) advanced breast cancer (ABC), whose disease progressed on a prior aromatase inhibitor (AI), with or without a CDK4/6 inhibitor. Imlunestrant demonstrated a statistically significant and clinically meaningful improvement in progression-free survival (PFS) as monotherapy in patients with an ESR1 mutation versus standard of care endocrine therapy (SOC ET), reducing the risk of disease progression or death by 38%. Imlunestrant in combination with Verzenio (abemaciclib; CDK4/6 inhibitor) reduced the risk of progression or death by 43% versus imlunestrant alone, in all patients. These results were published in The New England Journal of Medicine and will be shared in a late-breaking oral… 

Biologische Vielfalt ist nicht nur das Ergebnis von Genen

Eine UNIGE-Studie zeigt, wie Mechanik im Zusammenhang mit Gewebewachstum zur Entstehung der Vielfalt biologischer Strukturen beiträgt. Der Ursprung der morphologischen Vielfalt und Komplexität lebender Organismen bleibt eines der größten Rätsel der Wissenschaft. Um dieses Rätsel zu lösen, untersuchen Wissenschaftler eine Vielzahl unterschiedlicher Arten. Das Labor von Michel Milinkovitch, Professor am Institut für Genetik und Evolution der Naturwissenschaftlichen Fakultät der UNIGE, untersucht die Entwicklung und Evolution von Hautanhangsgebilden von Wirbeltieren wie Federn, Haaren und Schuppen, um die grundlegenden Mechanismen zu verstehen, die für diese Vielfalt verantwortlich sind. Man geht allgemein davon aus, dass die embryonale Entwicklung dieser Anhangsgebilde durch chemische Prozesse bestimmt wird, bei denen es zu Wechselwirkungen zwischen zahlreichen Molekülen kommt, die aus der Genexpression resultieren. Wie ein sich ausbreitender Riss Zuvor hatte das Team gezeigt, dass die embryonale Entwicklung der Kopfschuppen von Krokodilen im Gegensatz zu den Körperschuppen auf… 

KnowItAll 2025: Revolutionäre Software für Spektralanalyse

Wiley, einer der weltweit größten Verlage und ein global führendes Unternehmen im Bereich Forschung und Lehre, gab heute die Veröffentlichung der neuen Version seiner KnowItAll-Software bekannt, mit zahlreichen Fortschritten zur Beschleunigung der Spektralanalyse und Optimierung der Arbeitsabläufe. KnowItAll 2025, die neueste Version von Wileys umfassender Software-Suite für Spektralanalyse und analytisches Datenmanagement, führt ein bahnbrechendes neues Tool zur Automatisierung der LC-MS-Analyse, verbessertes Datenmanagement und zahlreiche weitere Funktionen zur Optimierung der Analyse über mehrere Spektraltechniken hinweg ein. „Der Zugang zu automatisierten Lösungen und umfassenden Datensätzen ist für den Analyseerfolg von Laboren von entscheidender Bedeutung“, sagte Graeme Whitley, Direktor für Data Science Solutions bei Wiley. „KnowItAll 2025 stellt einen großen Fortschritt in unserer Mission dar, diese Tools für die wissenschaftliche Gemeinschaft zu erweitern, mit der Einführung eines neuen Tools, das die LC-MS-Analyse einem breiteren Forscherkreis zugänglich macht.“ Mit dem neuen LC Expert von… 

Labortechnik: Tracamyl übernimmt Hektros

Tracamyl (Niederlande) gab die Übernahme von Hektros bekannt, einer Tochtergesellschaft von Tratter Engineering (Italien), die auf der Webseite www.hektros.com zu finden ist. Hektros bildet den Bereich Labortechnik des Kunststoffspritzgussunternehmens Tratter Engineering. Dieses Unternehmen ist traditionell im Automobilsektor tätig und stellt komplexe Kunststoffkomponenten für diverse Automobilhersteller her. Hektros ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion von Laborgeräten und Einwegartikeln für die Chemie, Biotechnologie sowie für medizinische und pharmazeutische Anwendungen. Das Produktportfolio umfasst unter anderem den TipCube, ein automatisches Gerät zum Befüllen von Pipettenspitzen, sowie Pipettenspitzenboxen, Zellinkubatoren und Petrischalen. Hektros ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung innovativer Produkte für den Labor- und Life-Science-Bereich spezialisiert hat. Es nutzt dabei die Expertise und Technologie seiner Muttergesellschaft Tratter Engineering. Hektros stellt Laborwissenschaftlern Produkte wie Pipettenspitzen, Zellkulturgeräte und Inkubationssysteme zur Verfügung. Die Produkte von Hektros sind für ihre hohe Qualität bekannt und verzichten auf… 

Ein im Canadian Journal of Cardiology erschienener Artikel zeigt die Komplexität des kanadischen Arzneimittelprüfverfahrens auf und plädiert für einen einheitlichen Rahmen zur Verbesserung der derzeitigen Infrastruktur, um die beste Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu gewährleisten.

Ungleichheiten in Kanadas Arzneimittelversorgung

Eine neue Studie, in der die Unterschiede zwischen den Provinzen und Territorien bei den Erstattungskriterien für die Kostenübernahme von Arzneimitteln für Patienten, die von Kanadas öffentlichen Pharmacare-Programmen für zwei häufige Herz-Kreislauf-Erkrankungen abgedeckt werden, untersucht wurden, ergab erhebliche Ungleichheiten und Mängel beim Zugang zu Medikamenten und Behandlungen. Der Artikel, der in dem von Elsevier herausgegebenen Canadian Journal of Cardiology erschienen ist, legt die Komplexität des kanadischen Arzneimittelprüfverfahrens offen und plädiert für einen einheitlichen Rahmen zur Verbesserung der derzeitigen Infrastruktur, um die beste Versorgung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu gewährleisten. In der Studie „Can the Present Canadian Health Care System Provide Evidence-Based Pharmacare? Consideration of Two Important Cardiovascular Clinical Contexts“ verglich alle provinziellen Erstattungskriterien für Medikamente, die zur Behandlung von Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion und Thrombozytenaggregationshemmern bei akuten Koronarsyndromen, zwei häufigen kardiovaskulären Erkrankungen, empfohlen werden, auf der Grundlage der zuletzt aktualisierten Richtlinien der Canadian Cardiovascular… 

Tecovirimat: Keine Wirksamkeit gegen Mpox bei Erwachsenen

Das antivirale Medikament Tecovirimat verkürzte weder die Zeit bis zur Heilung der Läsion noch hatte es eine Wirkung auf die Schmerzen bei Erwachsenen mit leichter bis mittelschwerer Mpox der Klasse II und einem geringen Risiko, eine schwere Erkrankung zu entwickeln. Dies geht aus einer vorläufigen Datenanalyse der internationalen klinischen Studie mit dem Titel Study of Tecovirimat for Mpox (STOMP) hervor. Es gab keine Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Tecovirimat. Angesichts dieser eindeutigen Ergebnisse empfahl das Data Safety and Monitoring Board (DSMB) der Studie, die Aufnahme weiterer Teilnehmer zu stoppen, die randomisiert Tecovirimat oder Placebo erhielten. Als Sponsor der Studie akzeptierte das National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) der National Institutes of Health (NIH) die Empfehlung des DSMB. Angesichts des fehlenden Wirksamkeitssignals beendete das NIAID auch die Aufnahme in einen offenen Studienarm für Teilnehmer mit oder mit erhöhtem Risiko für… 

Sterbefallzahlen in Deutschland unter Vorjahresniveau

Die Zahl der Sterbefälle in Deutschland lag im November 2024 deutlich unter dem Durchschnitt der Vorjahre. Nach Hochrechnungen des Statistischen Bundesamtes verstarben 86.291 Menschen, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Medianwert der Jahre 2020 bis 2023 entspricht. In der wochenweisen Betrachtung bewegten sich die Sterbefälle durchgehend 3 bis 7 Prozent unter dem mittleren Wert der Vergleichsjahre. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, da die Verbreitung von Atemwegserkrankungen zuletzt auf einem vergleichsweise hohen Niveau lag. Auch im europäischen Kontext zeigt sich ein unauffälliges Bild. Das EuroMOMO-Netzwerk stellte in den meisten europäischen Ländern keine außergewöhnlichen Abweichungen fest. Lediglich in Dänemark und Griechenland wurden in einzelnen Wochen geringfügig erhöhte Sterblichkeitsraten („low excess“) registriert. Historischer Kontext Bei der Interpretation der Zahlen ist zu berücksichtigen, dass in den Pandemiejahren 2020 bis 2022 die Sterbefallzahlen zum Jahresende jeweils deutlich anstiegen. Im Vergleich zu vorpandemischen Zeiten sind…