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Neue Alzheimer-Behandlung: Dopamin als Hoffnungsträger

Takaomi Saido und sein Team vom RIKEN Center for Brain Science (CBS) in Japan haben einen neuen Weg zur Bekämpfung der Alzheimer-Krankheit gefunden. Anhand von Mäusen, die an der Krankheit leiden, fanden die Forscher heraus, dass eine Behandlung mit Dopamin sowohl die körperlichen Symptome im Gehirn lindern als auch das Gedächtnis verbessern kann. Die Studie, die am 6. August in der Fachzeitschrift Science Signaling veröffentlicht wurde, untersucht die Rolle von Dopamin bei der Förderung der Produktion von Neprilysin, einem Enzym, das die schädlichen Ablagerungen im Gehirn abbauen kann, die das Markenzeichen der Alzheimer-Krankheit sind. Wenn ähnliche Ergebnisse in klinischen Versuchen am Menschen gefunden werden, könnte dies zu einer grundlegend neuen Art der Behandlung der Krankheit führen. Die Bildung von verhärteten Plaques um Neuronen ist eines der frühesten Anzeichen der Alzheimer-Krankheit, die oft Jahrzehnte vor dem Auftreten von Verhaltenssymptomen wie Gedächtnisverlust beginnt. Diese… 

Comeback: Masern-Erkrankungen im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Sie galten hierzulande als besiegt, doch das war ein Trugschluss: Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ist es Anfang der Woche zu einem bisher lokal begrenzten Ausbruch der Infektionserkrankung Masern gekommen. Bislang gibt es acht bestätigte Infektionen. „Um eine Ausbreitung bestmöglich einzudämmen und sich selber vor einer Ansteckung zu schützen, empfehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen die Masern“, so Peter Artelt, Leiter des Kreisgesundheitsamtes: „Sie ist der […] Acht Masern-Erkrankungen im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Mehr als 100 Labore hantieren mit tödlichen Viren für Mensch und Tier

„Wachsende Zahl von Hochsicherheitslabors für Krankheitserreger weltweit gibt Anlass zur Sorge“, schreibt Science, und: „Die Zahl der Hochsicherheitslabors, in denen die tödlichsten bekannten Krankheitserreger untersucht werden, nimmt rasant zu. Eine neue Analyse warnt, dass mit der wachsenden Zahl von Laboren das Risiko einer unbeabsichtigten Freisetzung oder des Missbrauchs von Keimen wie dem Ebola- und Nipah-Virus steigt“. Europa verfüge über die meisten Labore der Biosicherheitsstufe 4 (BSL-4) und drei Viertel davon befänden sich in städtischen Gebieten. Und weiter: „Laut dem am 16. März veröffentlichten Global BioLabs Report 2023 gibt es weltweit 51 Labore der Biosicherheitsstufe 4 (BSL-4) in 27 Ländern. Diese Labore verfügen über die höchsten Sicherheitsstandards und die Mitarbeiter tragen häufig Schutzanzüge. 51 sind ungefähr doppelt so viele wie vor etwa einem Jahrzehnt. Viele BSL-4-Labore wurden nach den Anthrax-Anschlägen in den USA im Jahr 2001 gebaut, um biologische Abwehrmaßnahmen zu… 

Diskussionspapier: Gesundheitsgerechtigkeit bei Medizinprodukten

Das Center for Devices and Radiological Health (CDRH) der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) hat ein Diskussionspapier mit dem Titel „ Health Equity For Medical Devices“ entwickelt und bittet die Öffentlichkeit um Beiträge zur Verbesserung der Gesundheitsgerechtigkeit im Zusammenhang mit Medizinprodukten. Klinische Studien spielen oft eine entscheidende Rolle beim Verständnis der Sicherheit und Wirksamkeit neuer Medizinprodukte bei den Bevölkerungsgruppen, die sie verwenden sollen. In diesem Diskussionspapier beschreibt das CDRH Faktoren und Überlegungen, die für Sponsoren und andere relevante Parteien bei der Entwicklung klinischer Studien zu Medizinprodukten wichtig sein können, und bittet um Feedback von der Öffentlichkeit. Insbesondere bittet das Diskussionspapier um Feedback zu möglichen Überlegungen, die bei der Gestaltung einer klinischen Studie helfen können, die die vorgesehene Benutzerpopulation für ein bestimmtes Medizinprodukt angemessen widerspiegelt. https://www.fda.gov/about-fda/cdrh-strategic-priorities-and-updates/discussion-paper-health-equity-medical-devices

Nahostkonflikt: BSL-3 Erreger könnten Israel bedrohen

Die Eskalation in Nahost könnte erstmals über hochpatgogre Erreger erfolgen. Das Worst Case Szenario ist zwar wenig wahrscheinlich – aber nicht unmöglich. Denn: Biolabore spielen zwar eine wichtige Rolle in der medizinischen Forschung und Krankheitsüberwachung, sind aber auch potenziell anfällig für Sicherheitsrisiken. Und in Israel gibt es verschiedene Biolabore, die sich mit der Erforschung von hochpathogenen Krankheitserregern befassen. Die Vulnerabilität solcher Einrichtungen kann mehrere Aspekte umfassen: 1. Physische Sicherheit: Labore müssen vor unbefugtem Zutritt geschützt werden. 2. Cybersicherheit: Digitale Systeme und Daten sind mögliche Angriffsziele. 3. Interne Kontrollen: Strenge Protokolle sind nötig, um Unfälle oder Missbrauch zu verhindern. 4. Geopolitische Risiken: In Konfliktregionen wie Israel können Labore Ziele von Angriffen werden. 5. Naturkatastrophen: Erdbeben oder andere Ereignisse könnten die Sicherheit gefährden. Um diese Risiken zu minimieren, setzen Biolabore in Israel und weltweit strenge Sicherheitsmaßnahmen um. Dazu gehören mehrstufige Zugangskontrollen, Dekontaminationsprozeduren… 

Amyloid-Immuntherapie: Nutzlose Alzheimer-Medikamente?

Forscher aus Cambridge äußern Zweifel daran, ob neue Medikamente zur Amyloid-Immuntherapie den gewünschten Effekt haben und die Auswirkungen der Alzheimer-Krankheit deutlich verringern können. In einem Artikel in der Fachzeitschrift Alzheimer’s & Dementia: The Journal of the Alzheimer’s Association argumentiert das Team von Cambridge Public Health, dass erhebliche Herausforderungen wie das Nutzen-Risiko-Verhältnis, die begrenzte Eignung und die hohen Kosten der Einführung den Nutzen dieser Behandlungen einschränken werden. In zwei abgeschlossenen randomisierten, kontrollierten Phase-III-Studien zur Amyloid-Immuntherapie wurde von einer statistisch signifikanten Verringerung der kognitiven und funktionellen Verschlechterung im Vergleich zum Placebo berichtet. Doch wie das Team aus Cambridge betont, waren die Effektstärken gering – so gering, dass ein Arzt nach 18 Monaten kaum den Unterschied zwischen der durchschnittlichen Verschlechterung eines Patienten unter dem Medikament und einem anderen unter Placebo feststellen konnte. Die Medikamente waren zudem mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden, darunter Hirnschwellungen und… 

CT-Gesundheitsscreening kann Diabetesrisiko erkennen

Die Analyse von CT-Scans bei Personen, die sich im Rahmen von Gesundheitsscreenings einer bildgebenden Untersuchung unterziehen, kann Personen identifizieren, bei denen ein Risiko für Typ-2-Diabetes besteht. Dies geht aus einer heute in Radiology , einer Fachzeitschrift der Radiological Society of North America ( RSNA ), veröffentlichten Studie hervor. Die Forscher sagten, die Ergebnisse unterstreichen den Wert der CT bei der opportunistischen Bildgebung – der Nutzung von Informationen aus Routineuntersuchungen, um mehr über den allgemeinen Gesundheitszustand eines Patienten zu erfahren. Für die neue Studie untersuchten die Forscher die Fähigkeit automatisierter, aus der Computertomographie gewonnener Marker, Diabetes und damit verbundene Erkrankungen vorherzusagen. Die Studiengruppe umfasste 32.166 Erwachsene im Alter von 25 Jahren oder älter, die sich einem Gesundheitsscreening mit 18F-Fluordesoxyglucose ( 18 F-FDG) PET/CT unterzogen. Dr. Ryu und seine Kollegen verwendeten klinisch validierte Deep-Learning-Algorithmen zur Analyse der CT-Bilder. Die Algorithmen ermöglichten eine… 

Hausärztliche Versorgung:
Kommunen in NRW befürchten Engpässe

Bad News aus NRW: Die Kommunen betrachten den Mangel an Hausärzten mit großer Sorge. Rund 86 % schätzen die Versorgung vor Ort in den kommenden 10 Jahren als (eher) nicht sichergestellt ein, zeigt eine Online-Umfrage der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen aus dem Jahr 2023. Ein Drittel der Hausärzt:innen ist bereits über 60 Jahre alt und steht damit kurz vor dem Ruhestand. Konträr dazu verläuft die demographische Entwicklung der Bevölkerung: Der Anteil älterer Menschen nimmt zu. Das wird in den nächsten Jahr(zehnt)en einen stark steigenden hausärztlichen Versorgungsbedarf zur Folge haben. Zugleich sind infolge der laufenden Stadt-Land-Verschiebungen in ländlichen, insbesondere infrastrukturschwachen Räumen schon heute die Folgen der hausärztlichen Unterversorgung spürbar. Diese Situation haben Forscher:innen am Institut für Allgemeinmedizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen zum Anlass genommen, in einer Online-Erhebung insgesamt 192 Kommunen in NRW zu befragen. Fast 80% der befragten… 

Mais senkt Cholesterin

Eine neue Studie zeigt, dass raffiniertes Maismehl mit zugesetzter Maiskleie den Cholesterinspiegel senken kann. Die Ergebnisse der randomisierten klinischen Crossover-Studie, die jetzt online verfügbar sind und in einer der nächsten Ausgaben des Journal of Nutrition erscheinen werden, zeigen, dass der einfache Austausch von Lebensmitteln aus raffiniertem Maismehl und Maiskleie die LDL-Cholesterinkonzentration in nur vier Wochen um 5 % bis 13,3 % senken kann. Die Studie verglich die Auswirkungen von Maisvollkornmehl, raffiniertem Maismehl und einer Mischung (raffiniertes Maismehl plus Maiskleie) und stellte fest, dass bei 70 % der Teilnehmer die LDL-Cholesterinkonzentration durch den Verzehr der Mischung deutlich gesenkt werden konnte. Bei den anderen Maismehlen konnten die Teilnehmer weder eine Senkung noch einen Anstieg ihres LDL- oder Gesamtcholesterinspiegels feststellen. https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0022316624003420

Hoffnung auf Impfstoff gegen Nipah-Virus

Phylex Biosciences hat mit seinem neuen mRNA-Nanopartikel-Impfstoff gegen das Nipah-Virus positive Ergebnisse in einer Immunogenitätsstudie erzielt, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) in Atlanta, Georgia, durchgeführt wurde. Das Nipah-Virus ist ein Krankheitserreger, der beim Menschen Enzephalitis und akute Atemnot hervorruft. In jüngster Zeit kam es zu Ausbrüchen in Bangladesch, Indien, Malaysia, den Philippinen und Singapur, wobei die Sterblichkeitsrate bei über 50 % lag. Die natürlichen Wirte des Virus sind große Flughunde, die in ganz Südasien vorkommen. Letzten Monat meldete der indische Bundesstaat Kerala den Tod eines 14-jährigen Jungen durch eine Infektion mit dem Nipah-Virus. Bis heute gibt es keinen zugelassenen Impfstoff oder ein Therapeutikum gegen das Nipah-Virus. https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.08.05.606671v1