Los Angeles (Labnews Media LLC) – Die Breakthrough Prize Foundation hat die Gewinner der Breakthrough Prizes 2026 bekannt gegeben. Die mit je drei Millionen US-Dollar dotierten Preise ehren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, deren Entdeckungen das menschliche Wissen entscheidend erweitert haben. Insgesamt sechs Hauptpreise sowie weitere Auszeichnungen für Nachwuchsforscher wurden vergeben. Das Preisgeld in diesem Jahr beträgt 18,75 Millionen US-Dollar, die Gesamtsumme seit Gründung der Preise liegt nun bei über 340 Millionen US-Dollar.
In der Kategorie Life Sciences wurden drei Teams ausgezeichnet. Jean Bennett, Katherine A. High und Albert Maguire erhielten den Preis für die Entwicklung der ersten zugelassenen Gentherapie gegen die erbliche Netzhauterkrankung Leber’sche kongenitale Amaurose. Die Therapie ersetzt das defekte RPE65-Gen und hat bei betroffenen Kindern das Sehvermögen wiederhergestellt. Stuart H. Orkin und Swee Lay Thein wurden für ihre Arbeiten zur Gen-Editierung bei Sichelzellanämie und Beta-Thalassämie geehrt. Ihre Forschung ermöglichte die erste CRISPR-basierte Therapie Casgevy. Rosa Rademakers und Bryan Traynor entdeckten die C9orf72-Mutation als häufigste genetische Ursache für Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) und frontotemporale Demenz.

Den Breakthrough Prize in Mathematics erhielt Frank Merle für grundlegende Beiträge zur Theorie nichtlinearer Evolutionsgleichungen und der Entstehung von Singularitäten. In der Fundamental Physics wurden die langjährigen internationalen Kollaborationen der Muon g-2-Experimente (CERN, Brookhaven und Fermilab) für die hochpräzise Messung des anomalen magnetischen Moments des Myons ausgezeichnet. Eine Special Breakthrough Prize in Fundamental Physics ging an David J. Gross für die Entdeckung der asymptotischen Freiheit der starken Kernkraft und die Entwicklung der Quantenchromodynamik.
Zusätzlich wurden 15 Nachwuchswissenschaftler mit New Horizons Prizes und drei Mathematikerinnen mit dem Maryam Mirzakhani New Frontiers Prize geehrt. Die Stifter der Preise – darunter Sergey Brin, Priscilla Chan und Mark Zuckerberg sowie Yuri Milner – betonten die Bedeutung der ausgezeichneten Arbeiten für das Verständnis der Welt und die Verbesserung des menschlichen Lebens.
Die Breakthrough Prizes gelten als „Oscars der Wissenschaft“ und werden seit 2013 vergeben. Die diesjährigen Laureaten stammen aus den Bereichen Gen-Therapie, Neurodegeneration, mathematischer Analysis und Teilchenphysik.

