Barcelona (Labnews Media LLC) – Digitalis-Glykoside wie Digoxin und Digitoxin können bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter oder leicht reduzierter Ejektionsfraktion (HF(m)rEF) unter moderner leitliniengerechter Therapie zusätzlichen Nutzen bringen. Das zeigen neue Ergebnisse der DECISION-Studie sowie eine Meta-Analyse dreier großer Studien, die auf dem Heart Failure 2026-Kongress in Barcelona vorgestellt wurden.
In der DECISION-Studie führte niedrig dosiertes Digoxin nicht zu einer signifikanten Reduktion des primären Endpunkts aus Herzinsuffizienz-Ereignissen und kardiovaskulärer Mortalität, zeigte jedoch eine klare Tendenz zur Verringerung von Verschlechterungen der Herzinsuffizienz. Die Meta-Analyse der DECISION-, DIGIT-HF- und DIG-Studie mit insgesamt über 9.000 Patienten ergab eine signifikante Reduktion des Risikos für kardiovaskuläre Todesfälle oder erste Verschlechterungen der Herzinsuffizienz. Der Effekt war vor allem auf eine deutliche Senkung der Hospitalisierungsrate zurückzuführen.
Zusätzlich zeigte eine geplante Analyse, dass ein Absetzen von Digoxin mit einer klinischen Verschlechterung einherging. Die Substanzen waren insgesamt gut verträglich und sicher.
Die Experten sehen in den Ergebnissen eine Bestätigung dafür, dass niedrig dosierte Digitalis-Glykoside eine wirksame, kostengünstige und einfach anzuwendende Ergänzung in der modernen Behandlung der Herzinsuffizienz darstellen können.


