Novartis ebnet Morphosys ein
Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird die Standorte des deutschen Biotechunternehmens MorphoSys in München und Boston bis Ende 2025 schließen. Von dieser Entscheidung sind rund 330 Arbeitsplätze betroffen[1][3]. Die Schließung erfolgt nur wenige Monate nach der Übernahme von MorphoSys durch Novartis für 2,7 Milliarden Euro. Ein wichtiger Grund für die Übernahme war das Medikament Pelabresib zur Behandlung der seltenen Knochenmarkserkrankung Myelofibrose. Allerdings verbuchte Novartis kürzlich eine Wertminderung von 800 Millionen Dollar, da die Entwicklung des Medikaments mehr Zeit benötigt als erwartet[1]. MorphoSys, 1992 gegründet, entwickelte sich von einem Pionier der Antikörper-Technologie zu einem bedeutenden Akteur in der Biotechbranche. Das Unternehmen schuf mit seiner HuCAL-Technologie eine Bibliothek von über zehn Milliarden menschlichen Antikörpern[2]. Diese Technologie führte zur Entwicklung erfolgreicher Medikamente wie Tremfya zur Behandlung von Schuppenflechte[4]. Die Entscheidung zur Schließung markiert das Ende einer Ära in der deutschen Biotechlandschaft. MorphoSys hatte sich…






