Alkohol und das Gehirn: Wie Dauer der Exposition die epigenetischen und genetischen Mechanismen verändert
Eine neue Studie zeigt, dass kurzfristiger und langfristiger Alkoholkonsum unterschiedliche Spuren im Gehirn hinterlassen. Die Effekte sind nicht nur dosisabhängig, sondern hängen stark von der Dauer der Exposition und der betroffenen Hirnregion ab. Besonders der ventrale Hippocampus – eine Region, die für Emotionen, Motivation und belohnungsbezogenes Verhalten wichtig ist – reagiert extrem sensibel darauf, ob Alkohol nur einmal oder wiederholt konsumiert wird. Die Arbeit von Erica Periandri und Gabor Egervari (Washington University in St. Louis) wurde am 30. März 2026 in der Zeitschrift eNeuro veröffentlicht (DOI: 10.1523/ENEURO.0484-25.2026). Sie baut auf früheren Erkenntnissen des Teams auf: Alkohol-Metaboliten (Abbauprodukte wie Acetat) können direkt in die Epigenetik eingreifen – also in die Regulation, welche Gene an- oder abgeschaltet werden, ohne die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Was ist Epigenetik im Kontext von Alkohol? Alkohol wird im Körper zu Acetaldehyd und dann zu Acetat abgebaut.…

